Communiqué


22.06.2012

Generalversammlung von santésuisse: Krankenversicherer wollen aktiven Beitrag zu Reformen leisten

Nach dem Volksnein zur Managed Care-Vorlage droht sich der Reformstau im Gesundheitswesen zu verschärfen. Nach Auffassung der Krankenversicherer dürfen dringend notwendige Anpassungen im Gesundheitswesen nicht weiter aufgeschoben werden. Die Krankenversicherer wollen in den nächsten Jahren mit eigenen Vorschlägen aktiv einen Beitrag zur Verbesserung unserer Gesundheitsversorgung leisten.

Die deutliche Ablehnung der Managed Care-Vorlage hat einmal mehr gezeigt, wie schwierig es ist, trotz ausgewiesenem Handlungsbedarf Mehrheiten für Reformen im Gesundheitswesen zu finden. Anlässlich der Generalversammlung von santésuisse, dem Branchenverband der Schweizer Krankenversicherer, hat Präsident Christoffel Brändli den aktuellen Reformstau wie folgt kommentiert: „Die Politik muss den Weitblick für dringend notwendige Gesundheitsreformen zurückgewinnen. Wenn gegen die Kostenentwicklung ernsthaft angegangen werden soll, muss die Politik Lösungen suchen in dem Bereich, wo 98 Prozent unserer gesamten Gesundheitsausgaben von mittlerweile über 62 Milliarden Franken anfallen, nämlich bei der Erbringung der medizinischen Leistungen.“

Die Krankenversicherer wollen in den nächsten Jahren zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung einen aktiven Beitrag leisten. Entsprechende Aufträge hat der Verwaltungsrat von santésuisse bereits erteilt. Mit ihren Reformvorschlägen wollen die Krankenversicherer aus den eingesetzten Mitteln einen höheren Nutzen für die Prämienzahlerinnen und –zahler erreichen. Die Massnahmen sollen auf folgende Ziele ausgerichtet sein:

     

  • Sicherstellen und verbessern einer qualitativ guten medizinischen Versorgung unserer Bevölkerung,
  • Entwicklung neuer Finanzierungssysteme, welche einerseits die Anreize für einen vernünftigen Konsum setzen und anderseits die Höhe der Prämienbelastung unserer Bevölkerung für alle tragbar macht,
  • Abbau der Überregulierung und Ausbau der wettbewerblichen Elemente, damit eine effiziente Leistungserbringung sichergestellt werden kann.
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Generalversammlung wählte neue Verwaltungsräte

Aus dem Verwaltungsrat von santésuisse wurde das langjährige Mitglied Dr. Beat Ochsner (Sympany) verabschiedet. Neu wurden in das Gremium gewählt: Dr. Ruedi Bodenmann (Sympany), Dr. Reto Egloff (KPT) und Dr. Reto Flury (EGK).

Auskunft erteilt:
Christoffel Brändli, Präsident, Telefon 079 635 80 25

Diese Medienmitteilung können Sie im Internet abrufen unter: www.santesuisse.ch

 

 

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santésuisse ist der Branchenverband der schweizerischen Krankenversicherer. Er vertritt die Interessen von über 60 Versicherern mit rund 6,5 Millionen Versicherten. santésuisse setzt sich für ein freiheitliches, soziales und finanzierbares Gesundheitssystem ein, das sich durch einen effizienten Mitteleinsatz und qualitativ gute medizinische Leistungen zu fairen Preisen auszeichnet.