Vernehmlassung


01.07.2016

Kanton Basel-Land: Entschädigung für Bereitschaftsdienst der ambulant tätigen Hebammen

Wir bedanken uns für die Möglichkeit zur Stellungnahme hinsichtlich der Inkonvenienzentschädigung für ambulant tätige Hebammen.

Wie die Vorlage an den Landrat richtig feststellt, wird der Bereitschaftsdienst von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht abgegolten. Die Beurteilung der Notwendigkeit eines Bereitschaftsdienstes sowie die Regelung der Finanzierung ist Sache der Kantone.

Im Zusammenhang mit der Inkonvenienzentschädigung möchte santésuisse gleichwohl Folgendes festhalten:

Derzeit wird ein neuer Hebammentarifvertrag zwischen tarifsuisse und dem Schweizerischen Hebammenverband verhandelt. Der neue Tarifvertrag wird die Leistungen der Hebammen nach KVG umfassen. Diese Leistungen sind in KVG Art. 29 und KLV Art. 16 geregelt und umfassen unter anderem Hausgeburten sowie Wochenbettbetreuung. Der Bereitschaftsdienst ist keine Leistung im Sinne des KVG.

Anpassungen am Tarifwerk werden vorgenommen, wenn dies aus betriebswirtschaftlichen Gründen angezeigt ist. Die Anpassungen sollen aber nicht die fehlende Finanzierung oder die reduzierten Ansätze der Kantone kompensieren. Vor diesem Hintergrund ist es folgerichtig, wenn der Kanton Baselland nicht nur eine vorübergehende, sondern eine langfristige Regelung der Inkonvenienzentschädigung für Hebammen anstrebt.

 

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