Communiqué


13.01.2012

Pharmazeutische Betreuung in Walliser Alters- und Pflegeheimen

Die vor drei Jahren im Rahmen eines Projekts gestartete pharmazeutische Betreuung von Alters- und Pflegeheimen im Wallis durch Apotheker und Apothekerinnen hat sich bewährt. Die Vertragspartner santésuisse, die Walliser Alters- und Pflegeheime (VWAP) sowie der Walliser Apothekerverein (WAV) ziehen heute eine positive Bilanz. Das Projekt soll weiter geführt und entwickelt werden mit dem Ziel, eine angemessene, qualitativ hochstehende und wirtschaftliche Medikamentenversorgung zum Wohle der Heimbewohner weiterhin zu gewährleisten. 

Im Jahre 2008 haben VWAP sowie die WAV mit santésuisse einen Vertrag abgeschlossen, in welchem die Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Betreuung von Alters- und Pflegeheimen im Kanton Wallis definiert wurden. Ziel dieses Projekts ist es, mit dieser für die Heime wichtigen Dienstleistung eine angemessene, qualitativ hochstehende und wirtschaftliche Medikamentenversorgung zu gewährleisten. Dieser Vertrag war das Resultat eines bis Ende 2007 befristeten Pilotprojektes, an dem ausgewählte Apotheken und Pflegeheime mitgewirkt hatten.

In 41 der 43 Alters- und Pflegeheimen im Kanton Wallis betreuen heute Apotheker und Apothekerinnen die Medikamentenversorgung der Heimbewohner. Zusammen mit den verantwortlichen Ärzten, den Pflegenden sowie der Apothekerschaft, welche die Medikamente liefert, werden Empfehlungen für die Medikamententherapie erarbeitet. Wo nötig, wird die Behandlung angepasst, um unerwünschte Nebenwirkungen und -Reaktionen zu verhindern. Das garantiert gesundheitlich bereits Angeschlagenen, für die eine Übermedikation zu einem Problem werden kann, eine optimale Therapie. Die Arbeit der Apotheker wird mit Einheitspauschalen entschädigt und ersetzt damit die früheren Patienten- und Apothekenpauschalen. Die Medikamente werden weiterhin patientenspezifisch in der Apotheke bezogen und vergütet.

Erste Zwischenberichte zeigen eine positive Bilanz. Im Jahr 2010 konnte gegenüber dem Vorjahr eine Einsparung von 2,6 Prozent auf den Medikamentenumsatz erzielt werden. Die am Projekt beteiligten Alters- und Pflegeheime, die Apothekerschaft wie auch die Vertragspartner sind mit dem bis anhin erreichten Ergebnis zufrieden. Die Vertragspartner sind sich einig, dieses Projekt der pharmazeutischen Betreuung in Alters- und Pflegeheimen im Kanton Wallis weiter zu führen und zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei die Medikamentensicherheit, Therapieoptimierung und die Kosteneffizienz.

     

  • Marie-Jeanne Gard Meichtry, Präsidentin des WAV 027 776 22 55
  • Jean-Daniel Zufferey, Generalsekretär VWAP 027 323 03 33
  • Anne Durrer, santésuisse 076 222 08 90
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