«Prüfung bestanden!»

infosantésuisse-Artikel


31.07.2017

Berufsprüfung Krankenversicherungsfachleute

«Prüfung bestanden!»

Nach eineinhalb intensiven Weiterbildungsjahren gibt es wohl kein erlösenderes Verdikt als dasjenige «Prüfung bestanden». Über ihren Erfolg freuen dürfen sich 43 Absolventinnen und Absolventen der Berufsprüfung «Krankenversicherungsfachleute». Und mit ihnen die gesamte Branche, deren Reservoir an bestens ausgebildeten Fachkräften erneut gewachsen ist.

«Wer ernten will, muss erst den Samen streuen»: Übertragen auf die Welt der Krankenversicherung bedeutet dies, dass es im Interesse – und in der Verantwortung – der Branche liegt, für gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte zu sorgen. Insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Komplexität unseres Gesundheits- und Sozialversicherungssystems sind ausgewiesene Fachleute wichtige Erfolgsfaktoren. Dass die Übergabe der eidgenössischen Fachausweise für Krankenversicherungsfachleute aus der ganzen Schweiz jeweils vor Solothurns einzigartiger Kulisse stattfindet, hat guten Grund: Seit Jahren intensiv in der Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften engagiert, hatsantésuisse vom Staatsse kretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) den Auftrag, diese Berufsprüfung durchzuführen. Eine würdige Abschlussfeier in der Ambassadorenstadt ist somit Ehrensache. Ende August 2017 war es wieder soweit: Im Landhaus durften 43 Krankenversicherungsfachleute ihren Fachausweis «Krankenversicherungsfachfrau/-mann» entgegennehmen. Dem Prüfungserfolg vorausgegangen sind eineinhalb Jahre berufsbegleitende Weiterbildung, welche die Kursteilnehmenden nicht nur befähigt, anspruchsvolle Leistungsfälle zu bearbeiten,sondern die Versicherten in allen Belangen der Kranken- und Sozialversicherung kompetent zu beraten.

Diplomfeier

Spezialisten mit Durchblick

Daniel Wyler, Präsident der Prüfungskommission, hielt seine Rede gekonnt witzig und zweisprachig in Deutsch und Französisch. Er nahm darin Bezug auf den Dalai Lama, welcher an der heutigen Zeit vermisst, dass es kaum mehr Menschen gibt, die in unterschiedlichen Bereichen gleichzeitig den vollen Durchblick haben. Nun, eigentliche Universalgenies, das seien wohl auch die neuen Fachausweis Inhaberinnen und Inhaber nicht, so Wyler. Aber in jedem Fall ausgewiesene Spezialisten, die im komplexen Gefüge unseres Gesundheitssystems mit Ehrgeiz, Ausdauer und Leidenschaft den Durchblick anstreben.

Diplomfeier

43-mal attestierte Fachkompetenz

Auch für Inge Bohmüller, Lehrgang und Prüfungsleiterin der höheren Berufsbildung, ist die Fachausweisübergabe immer wieder ein besonderer Moment: «Die Prüfungsanforderungen sind hoch und die Vorbereitung ist intensiv – für alle Beteiligten. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass die Branche auch dieses Jahr wiederum mehr als vierzig bestens ausgebildete Berufsfachleute hervorgebracht hat, von deren Know-how Versicherer wie Versicherte gleichermassen profitieren werden». Alain-Gérard Scherwey, Leiter Bildung bei santésuisse, forderte seinerseits die erfolgreichen Prüfungsabsolventen auf, ihre nun attestierte Fachkompetenz in den Berufsalltag einzubringen. Und sich keinesfalls auf den Lorbeeren auszuruhen: «Unsere Branche ist ständig in Bewegung, die Versicherungsprozesse werden mit jeder Gesetzesanpassung komplexer. Hier fachlich am Ball zu bleiben, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, gehört zu den Herausforderungen, denen Sie sich permanent stellen müssen».

Abstecher ins Death Valley

Einer Herausforderung ganz anderer Art stellte sich Gastreferent und Wüstenläufer Jens Vieler. In einem mitreissenden Vortrag berichtete er über seinen wahrgewordenen Traum, den legendären «Badwater» Ultramarathon zu laufen, der ihn über 217 Kilometer durch das lebensfeindliche Death Valley führte. Und obwohl wahrscheinlich die Mehrheit der frisch gekürten Fachausweis-Inhaberinnen und -Inhaber ihre Ausbildungs-, Lern- und insbesondere ihre Prüfungszeit rückblickend durchaus mit einem Marathon vergleichen würde – Durchhalteparolen inbegriffen – so waren diese tief beeindruckt von der sportlichen und mentalen Leistung dieses Ausnahmesportlers. Und vom Charisma des Wüstenläufers, derseinen Zuhörenden vor Augen führte, wozu ein Mensch fähig ist, wenn Körper und Geist im Einklang sind.

Inge Bohmüller

Ansprechpartner

Weiterführende Informationen

«And the winners are …»

Rang 1 (Schlussnote 5)
Nadine Brandenberger, Helsana Zürich; Beat Bubendorf, SUVA Basel;
Ramona Schär, CSS Schlieren; Jasmin Speck, SWICA St. Gallen; Daniela Zgraggen, Atupri Lausanne

Rang 2 (Schlussnote 4,9)
Sandra Burgherr, Concordia Luzern; Susanne Jost, Gemeinsame Einrichtung KVG; Franziska Kaufmann, CSS Luzern; Nadja Pfister, ÖKK Winterthur

Dicht gefolgt von
Arbene Bardhi, CSS Schlieren; Alexandra Beeler, CSS Luzern; Valdrin Berisha, Groupe Mutuel Sion; Diana Brescianini, KPT Bern; Eveline Bürge, Sanitas Winterthur; Isabel Burkhard, Concordia Zürich; Silvia Costantini, KPT Bern; Sven Dohnalek, SWICA Baden; Sascha Dubach, Visana Biel; Samantha Forster, SWICA Winterthur; Franziska Geiger, Helsana St. Gallen; Marianne Héritier, CSS Lausanne; Michael Hirschi, Visana Bern; Martial Jäger, Groupe Mutuel Sion; Vanessa Knöpfel, Sanitas Zürich; Doris Leuzinger; Glarner Krankenversicherung; Rita Mayer, Atupri Zürich; Male Sore Memeti, Visana Zürich; Michaela Möllendorf, CSS Schlieren; Mélanie Montandon, Assura Mont sur Lausanne; Tamara Nussbaum, SLKK Zürich; Serena Pangione, CSS Luzern; Seline Peytregnet, SWICA Winterthur; Lara Pochon, Groupe Mutuel Villars sur Glâne; Imanol Rodriguez Ruiz, Visana Bern; Lea Röthlisberger, Gemeinsame Einrichtung KVG Solothurn; Bashkim Sulja, Groupe Mutuel Martigny; Robine Schärli, Concordia Luzern; Sarah Spirig, Helsana St. Gallen; Eliane Tanner, Agrisano Brugg; Giovanni Tamburrino, Groupe Mutuel Sion; Léa Verilli, Assura Mont-sur-Lausanne; Emilie Weber, Assura Mont-sur-Lausanne; Samira Zulic, ÖKK Landquart