Communiqué


14.03.2012

santésuisse will Grundversorger nachhaltig besser stellen

Die Grundversorger sollen nachhaltig besser gestellt werden. Das hat der Verwaltungsrat von santésuisse entschieden. Dafür soll die TARMED-Tarifposition «Grundbesuche», von der primär die Grundversorger profitieren, aufgewertet werden. «Diese Massnahme drückt die Wertschätzung der Krankenversicherer für die Leistungen der Grundversorger aus», sagt santésuisse Verwaltungsratspräsident Christoffel Brändli.

santésuisse schlägt den Tarifpartnern vor, die bestehende TARMED-Tarifposition «Grundbesuche » um die Höhe der bisherigen Besuchsinkonvenienzpauschale (BIP) aufzuwerten. Das vereinfacht zum einen die Tarifstruktur, zum anderen wird die Arbeit der Grundversorger nicht nur provisorisch, sondern definitiv und nachhaltig aufgewertet. santésuisse ist sich bewusst, dass es die Grundversorger sind, die Patienten zu Hause besuchen und oft Einsätze ausserhalb der Praxis leisten. Diese Sondereinsätze zum Wohle des Patienten bedürfen laut santésuisse einer entsprechenden definitiven finanziellen Abgeltung.

Die Aufwertung der Position «Grundbesuche» im TARMED ersetzt die BIP. Um eine lückenlose Abgeltung der Hausbesuche der Grundversorger bis zur Einführung der neuen TARMED Version 1.08 zu gewährleisten, hat santésuisse den Leistungserbringern eine Verlängerung der BIP bis Ende Mai 2012 vorgeschlagen.

santésuisse hat Bundesrat Alain Berset in einem Brief über den Entscheid des Verwaltungsrates vom 13. März 2012 zur nachhaltigen Einpflege in den Tarif informiert und ihn gleichzeitig darum gebeten, die andern Tarifpartner aufzufordern, den Vorschlag schnell anzunehmen, damit diese Massnahme umgehend in den TARMED eingearbeitet werden kann. Das ermöglicht es den Ärzten, die höher bewertete Besuchs-Position ab Juni 2012 anzuwenden.

Bis 2010 durften die Ärzte zulasten der Grundversicherung eine Pauschale (BIP) für Hausbesuche verrechnen. Diese Pauschale, die in künftigen Versionen des TARMED nicht mehr vorgesehen ist, wurde von den Krankenversicherern wiederholt verlängert. Am 31. März 2012 läuft sie aus. Neu soll anstelle der BIP die eigentliche Behandlung des Patienten während des Besuchs höher vergütet werden als während einer Konsultation in der Praxis. Wird diese durch santésuisse vorgeschlagene Aufwertung der Position von den Tarifpartnern - FMH, H+ und MTK - definitiv im TARMED verankert, ist dies ein starkes Zeichen Richtung Grundversorger.

Auskünfte:
Silvia Schütz, Mediensprecherin, Tel. 032 625 41 53 / 078 603 57 80 silvia.schuetz@santesuisse.ch

Dieses Communiqué befindet sich auf Deutsch und Französisch auf dem Internet: www.santesuisse.ch

 

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