Sicherheit bedingt Systematik

infosantésuisse-Artikel


01.10.2017

Systematischer Medikationsabgleich

Sicherheit bedingt Systematik

Die Stiftung Patientensicherheit Schweiz führt nationale Pilotprogramme durch, um den medizinischen Versorgungsalltag sicherer zu machen. Jetzt hat santésuisse, zusammen mit weiteren Verbänden und Organisationen im Gesundheitsbereich, eine Charta verabschiedet, welche die Institutionalisierung des systematischen Medikationsabgleichs in Schweizer Spitälern weiter voranbringen soll.

Untersuchungen zufolge sind in der Schweiz geschätzte 20000 Spitalaufenthalte pro Jahr auf medikamentenbedingte Probleme zurückzuführen. Insbesondere an Schnittstellen steigt das Risiko für Medikationsfehler – gerade beim Spitaleintritt oder Spitalaustritt. Dieses kann minimiert werden, wenn die Arzneimittel der Patientinnen und Patienten an diesen Schnittstellen systematisch erfasst werden. Das nationale Pilotprogramm «progress! Sichere Medikation an Schnittstellen» zielt seit längerem darauf ab, den systematischen Medikationsabgleich in Spitälern zu institutionalisieren, in enger Zusammenarbeit mit Patienten, Angehörigen und Hausärzten. Um das Programm weiter zu verbreiten, haben Berufsverbände, Bundesbehörden, Fachgesellschaften und Branchenverbände – darunter auch santésuisse – Ende Oktober eine Erklärung verabschiedet, welche die Gesundheitsinstitutionen auffordert, sich der Charta für «Sichere Medikation an den Schnittstellen» anzuschliessen. (SST)

Die Erklärung «Sichere Medikation an Schnittstellen» ist abrufbar unter www.patientensicherheit.ch.

Susanne Steffen

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