Communiqué


09.12.2013

Wegweisendes Signal der Kantonsvertreterinnen und -vertreter gegen die schädliche Einheitskasse

Nach dem Nein zur Einheitskassen-Initiative der Landesregierung sagen auch die Vertreterinnen und -vertreter der Kantone Nein zum unkalkulierbaren Risiko Einheitskasse. Die Einheitskasse würde die Krankenversicherung verkomplizieren und verteuern. Milliardenkosten ohne Mehrwert müssten allein schon für den jahrelangen Umbau des Systems aufgewendet werden. Mit ihrem klaren Nein schützen die Ständerätinnen und Ständeräte unser Gesundheitssystem, das eines der besten der Welt ist und jedermann raschen Zugang zu qualitativ hochstehenden Gesundheitsdienstleistungen gewährt.

«Der heutige Entscheid des Ständerates ist ein starkes Signal für unser hervorragendes Gesundheitssystem mit Wahlfreiheit für alle Versicherten», erklärt dazu Verena Nold, Direktorin von santésuisse. «Die Einheitskasse beinhaltet unkalkulierbare Risiken und führt eher früher als später zur Verschuldung und Rationierung». Tatsächlich würden die Versicherten mit der Einheitskasse ihre Freiheit bei der Wahl des Krankenversicherers verlieren und einer Vielfalt von innovativen Versicherungsmodellen beraubt.

Einheitskasse: Milliardenkosten ohne Mehrwert
Ausserdem würde allein die Umstellung vom alten zum neuen Krankenversicherungssystem Jahre dauern und selbst bei günstigstem Verlauf 2 Milliarden Franken kosten – ohne jeden Mehrwert für die Versicherten. Auch für den späteren Betrieb beinhaltet die Einheitskassen-Initiative keine einzige glaubwürdige Massnahme, mit welcher die Kostenentwicklung gebremst werden könnte. Heute werden 95% der Prämien für die Kosten von Arzt-, Spital- und weiteren Behandlungen verwendet; der Verwaltungsaufwand der Krankenversicherer beträgt lediglich 5%.

Einheitskasse fördert Zweiklassenmedizin
Mit der Einheitskasse würde auch das Angebot an Versicherungsmodellen schrumpfen und die Selbstbestimmung der Prämienzahlenden bei der Wahl des Finanzierungsmodells ginge verloren. Viele Versicherte würden ihre Zusatzversicherungen verlieren, weil aufgrund der dannzumal
ausgefallenen Synergien bei der Administration einige Gesellschaften ihre entsprechenden Angebote einstellen müssten. Insgesamt würde die Einheitskasse die Zweiklassenmedizin fördern: Staatliche bzw. Monopolangebote entwickeln erfahrungsgemäss nicht jene Vielfalt und Kundenfreundlichkeit wie der private Markt. Wer es sich leisten kann, wird vermehrt auf die Angebote der Zusatzversicherungen ausweichen. Befürchtungen, die in seiner Botschaft gegen die Einheitskasse auch der Bundesrat teilt.

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santésuisse ist der Branchenverband der schweizerischen Krankenversicherer. santésuisse setzt sich für ein freiheitliches, soziales und finanzierbares Gesundheitssystem ein, das sich durch einen effizienten Mitteleinsatz und qualitativ gute medizinische Leistungen zu fairen Preisen auszeichnet.