Bevölkerung will Wettbewerb und Wahlfreiheit und kein Staatsmonopol

Bereits viermal hat das Schweizerische Stimmvolk eine Vorlage zu einer staatlichen Einheitskasse deutlich abgelehnt: 1994 mit 77 Prozent, 2003 mit 73 Prozent, 2007 mit 71 Prozent und 2014 mit 61,5% Nein-Stimmen. Damit haben sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mehrmals klar für Wettbewerb und Wahlfreiheit in der solidarisch finanzierten Grundversicherung ausgesprochen.

Die Initiativen für eine «öffentliche Gesundheitskasse» waren allesamt Scheinlösungen, die versuchten, den Krankenversicherern den schwarzen Peter für die stetig wachsenden medizinischen Kosten und damit für das permanente Prämienwachstum zuzuschieben. Weil die Prämien aber den beanspruchten Gesundheitsleistungen entsprechen und 95 Prozent der Gesamtkosten der sozialen Krankenversicherung ausmachen, könnte eine staatliche Einheitskasse zu keinen merklichen Einsparungen führen; ansonsten müsste sie die Leistungen kürzen. Im Gegenteil: In einer Monopolkasse ohne Wettbewerb dürften die Verwaltungskosten zunehmen. Abnehmen dürften bei einer Zwangsmitgliedschaft ohne Alternative hingegen die Servicequalität, die Vielfalt der Versicherungsmodelle und mittelfristig auch das Angebot und die Qualität der medizinischen Leistungen. Wie die ausländischen Staats- und Einheitskassen deutlich zeigen, neigen politisch gesteuert Gesundheitssysteme zu Globalbudgets, Rationierung und vor allem zur Einschränkung der Wahlfreiheit.

Politische Zwängerei

Die Schweizer Bevölkerung hat diese Risiken erkannt und alle vier Initiativen deutlich verworfen. Der Anfang 2016 von der Fédération Romande des Consommateurs und weiteren Kreise lancierte Anlauf, auf dem Initiativweg kantonale Ausgleichskassen einzuführen, stellt nur den Zwischenschritt zu kantonalen Einheitskassen dar, die zuletzt 2014 vom Volk und den Ständen Jahr deutlich verworfen wurden.

Monsieur Santé erklärt die Einheitskasse

 

 

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29.02.2016
Communiqué

Nichts mehr als politische Zwängerei

santésuisse hat davon Kenntnis genommen, dass die Fédération Romande des Consommateurs und weitere Kreise einen neuen Anlauf unternehmen wollen, unsere bewährte Krankenversicherungslandschaft grundlegend zu verändern. Kantonale Ausgleichskassen sind nur der Zwischenschritt zu kantonalen Einheitskassen, die vom Volk und den Ständen vor etwas mehr als einem Jahr deutlich verworfen wurden.


11.11.2015
Communiqué

Inakzeptable Schwächung der Eigenverantwortung zulasten aller

santésuisse lehnt die Streichung von Franchisestufen und insbesondere die vom Bundesrat vorgesehene Kürzung der bestehenden Rabatte auf hohen Franchisen ohne „Wenn und Aber“ ab. Die Vorlage überzeugt weder versicherungstechnisch, noch sind die Begründungen für die Streichungen plausibel oder ausreichend belegt. Ohne Notwendigkeit reduziert die Vorlage die Auswahlmöglichkeiten der Versicherten und schwächt ihre Selbstverantwortung.


02.03.2015
Brennpunkt

Brennpunkt Gesundheitspolitik Nr. 1/2015

Einheitskasse durch die Hintertüre - Kooperation und Vernetzung statt Planwirtschaft - Wer zahlt für teure Überkapazitäten bei den Spitälern?


23.06.2014
Communiqué

400 Mio. höhere Kosten und keine Wahlfreiheit mehr

Die strikte Trennung von Grund- und Zusatzversicherung, wie sie der Bundesrat aktuell vorschlägt, käme die Versicherten teuer zu stehen: Verloren gehen würden die Synergieeffekte in der Höhe von 400 Mio. Franken pro Jahr. Dies besagt eine von santésuisse bei der Boston Consulting Group in Auftrag gegebene Studie. Ausserdem würden die Versicherten ihre Wahlfreiheit bei einer oft gewählten Serviceleistung verlieren.


16.06.2014
Communiqué

Bundesrat sieht heutiges System deutlich im Vorteil

Mit seiner Nein-Empfehlung zur Volksinitiative für eine Einheitskasse hat der Bundesrat unterstrichen, dass sich das heutige System des regulierten Wettbewerbs zwischen mehreren Krankenversicherern grundsätzlich bewährt hat. Die Einheitskasse liesse viele Fragen offen und würde tendenziell teurer. Der regulierte Wettbewerb mit innovativen Modellen sei einer staatlichen Monopolkasse vorzuziehen.


04.06.2014
Brennpunkt

Brennpunkt Gesundheitspolitik Nr. 2/2014

Einheitskasse: Keine Kinderprämien, Wahlfranchisen und unterschiedliche Versicherungsmodelle mehr - Einheitskasse: Falsche Behauptungen, leere Versprechen - Bundesverwaltungsgericht: Keine Spitalgewinne über den Tarif


23.05.2014
Communiqué

Familien mit Kindern wären die grössten Verlierer

Mit einer Einheitskasse würden tiefere Prämien für Kinder und junge Erwachsene sowie Prämienrabatte für alternative Versicherungsmodelle und Franchisen abgeschafft. Namentlich für Familien und Alleinerziehende würden die Prämien stark ansteigen. Dieses Fazit präsentiert die alliance santé in einem juristischen Gutachten zum Initiativetext.


15.04.2014
Studie

Auswirkungen einer Trennung von KVG und VVG gemäss Geschäft des Bundesrats 13.080

Studie zur Quantifizierung der erwarteten Effekte


05.03.2014
Communiqué

Nationalrat will kein Experiment Einheitskasse

santésuisse sieht im Nein des Nationalrates gegen eine Einheitskasse ein starkes Signal für den Erhalt der Wahlfreiheit und die hohe Qualität unserer Gesundheitsversorgung. Das Experiment Einheitskasse gefährdet unser hervorragendes Gesundheitssystem und enthält keine einzige Massnahme zur Eindämmung der Kostenentwicklung.


03.03.2014
Brennpunkt

Brennpunkt Gesundheitspolitik Nr. 1/2014

Generika fast anderthalb Mal so teuer wie im Ausland - santésuisse für Besserstellung der Grundversorger - "Chinesische Mauern" führen zu Bürokratie und Prämienschub


09.12.2013
Communiqué

Wegweisendes Signal der Kantonsvertreterinnen und -vertreter gegen die schädliche Einheitskasse

Nach dem Nein zur Einheitskassen-Initiative der Landesregierung sagen auch die Vertreterinnen und -vertreter der Kantone Nein zum unkalkulierbaren Risiko Einheitskasse. Die Einheitskasse würde die Krankenversicherung verkomplizieren und verteuern. Milliardenkosten ohne Mehrwert müssten allein schon für den jahrelangen Umbau des Systems aufgewendet werden. Mit ihrem klaren Nein schützen die Ständerätinnen und Ständeräte unser Gesundheitssystem, das eines der besten der Welt ist und jedermann raschen Zugang zu qualitativ hochstehenden Gesundheitsdienstleistungen gewährt.


20.09.2013
Communiqué

Starkes Signal des Bundesrates gegen die schädliche Einheitskasse

Nach dem Nein zur Einheitskassen-Initiative verzichtet die Landesregierung auch auf einen indirekten Gegenvorschlag. Dieser hätte die Krankenversicherung verkompliziert und verteuert. Damit ist die kontraproduktive Verquickung von gesundheitspolitischen Reformen mit der schädlichen Einheitskasse vom Tisch. Schon vor Monaten hatte die Mehrheit des Parlaments auf diesen Sachverhalt hingewiesen.


29.08.2013
Communiqué

Gesundheitspolitischer Blindflug ohne Fallschirm

Der Umbau unseres bewähren Gesundheitssystems in 26 Staatsmonopole würde durch den jahrelangen Parallelbetrieb des alten und neuen Systems nicht nur Milliarden kosten, sondern vor allem unkalkulierbare Risiken beinhalten. Der Transfer der Versichertendaten wäre zum Vornherein unlösbar. santésuisse teilt diese Befürchtungen von Gesundheitsökonomen und der alliance santé. Die Einheitskasse wäre ein gewaltiges Abenteuer ohne jede Gewissheit über den finanziellen und qualitativen Ausgang.


24.06.2013
Communiqué

Einheitskasse: Negative Folgen noch zu wenig bekannt

Der gfs-Gesundheitsmonitor zeigt eineinhalb Jahre vor dem erwarteten Abstimmungstermin zur Einheitskasse eine relativ hohe Zustimmung. Zu diesem frühen Zeitpunkt überrascht dieses Bild nicht, da der Abstimmungskampf noch gar nicht lanciert ist. Sobald die gravierenden Nachteile einer staatlichen Monopolkasse bekannt sind und die Bevölkerung nicht mehr mit unstatthaften Vergleichen in die Irre geführt wird (Suva-Modell), wird auch ihre Zustimmung bröckeln.


18.04.2013
Communiqué

Wichtige Signale der Kantone gegen die schädliche Einheitskasse

Die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) lehnt die schädliche Einheitskasse und den unnötigen, kontraproduktiven Gegenvorschlag von Bundesrat Berset ab. santésuisse begrüsst den heutigen Entscheid des wichtigsten gesundheitspolitischen Koordinationsgremiums der Kantone.


16.04.2013
Communiqué

Nicht im Interesse der Senioren und überflüssig

Der Gegenvorschlag des Bundesrates zur Einheitskasse verkompliziert und verteuert die gesamte Krankenversicherung. Ausserdem setzt er falsche Anreize für das sorgfältige und kostenbewusste Management von teuren Erkrankungen. Nach der Mehrheit des Parlaments lehnt auch der Schweizerische Verband für Seniorenfragen (SVS) diese Zwängerei ab. santésuisse begrüsst den wegweisenden Entscheid unserer Seniorinnen und Senioren.


11.04.2013
Communiqué

Scheinlösung Einheitskasse lenkt von wirklichen Problemen ab

Die SP-Studie gesteht es ein: Eine staatliche Einheitskasse ist eine Scheinlösung und kann den Prämienanstieg nicht dämpfen. Die steigenden Prämien entsprechen der Zunahme der medizinischen Leistungen. Und gegen steigende Prämien kann eine Staatskasse nur mit der Rationierung von Leistungen Einfluss nehmen. Für die Versicherten führt das Zwangsmonopol dagegen zum Verlust der Wahlfreiheit. Und die Bildung von kantonalen Einheitskassen verteuert für viele Versicherte die Prämie.


18.03.2013
Communiqué

Positive Signale für tragbare Krankenkassenprämien

Der Ständerat hat dem Gegenvorschlag des Bundesrates zur Einheitskasse eine Abfuhr erteilt. Gleichzeitig will er, dass ausländische Forscher in der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) nicht mehr bevorteilt werden.


27.02.2013
Communiqué

Gegenvorschlag ist unnötig, kostentreibend und kontraproduktiv

Der Vorschlag des Bundesrates zur Einheitskasse verkompliziert und verteuert die gesamte Krankenversicherung. Ausserdem setzt er falsche Anreize für das sorgfältige und kostenbewusste Management von teuren Erkrankungen. Für die Mehrheit des Parlaments, welche einen Gegenvorschlag ablehnt, ist dies eine Zwängerei. santésuisse lehnt die unnötige und kontraproduktive Vorlage ohne Wenn und Aber ab.


10.10.2012
Communiqué

Unnötiger indirekter Gegenvorschlag des Bundesrates

Mit der Ablehnung der Einheitskasseninitiative hat der Bundesrat ein deutliches Signal gegen mehr Staat und zugunsten des regulierten Wettbewerbs in der Krankenversicherung gesetzt. Von den Vorschlägen für einen indirekten Gegenvorschlag findet einzig der verfeinerte Risikoausgleich die Unterstützung von santésuisse.


05.10.2012
Communiqué

Krankenversicherung und Suva: Realitätsfremder Vergleich von Franz Steinegger

Die Verwaltungskosten der Krankenversicherer beliefen sich für 2011 auf rekordtiefe 4,8 Prozent. Mit 8,1 Prozent (ohne Präventionsausgaben) liegen die Verwaltungskosten der Teilmonopol-Unfallversicherung Suva dagegen deutlich höher. Aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Grundlagen lassen sich - anders als von Suva-Präsident Franz Steinegger angetönt – aus dem Suva-Modell keine Vorteile gegenüber der heutigen Krankenversicherung ableiten.


12.09.2012
Communiqué

Schweizer sind gegen Trennung von Grund- und Zusatzversicherung

Zum zehnten Mal seit 2003 führte santésuisse diesen Sommer die repräsentative Bevölkerungsumfrage sondage santé durch. Im Grossen und Ganzen sind die Schweizer mit dem jetzigen System zufrieden. Gut ein Drittel der Bevölkerung (34 Prozent) ist klar gegen die Trennung von Grund- und Zusatzversicherung ist. Nur 13 Prozent sind dafür. Die Meinungen zur Einheitskasse sind noch nicht gemacht: Die Wahlfreiheit geniesst aber den höheren Stellenwert (30 Prozent) als die Staatsmedizin (27 Prozent). Das Wissen über das Gesundheitssystem kann noch stark verbessert werden.


23.05.2012
Communiqué

Einheitskasse führt zu Prämienschub und ist eine Fehlkonstruktion

Die Einheitskasse ist eine Fehlkonstruktion und führt in die Sackgasse: Steigende Kosten, Bevormundung der Versicherten und die unakzeptable Vermischung von erantwortlichkeiten wären die Folgen. Die Schweizer Krankenversicherer lehnen dieses unkalkulierbare Risiko für alle Versicherten und Steuerzahler ab.


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