santésuisse setzt auf Ergebnisqualität

Eine hohe medizinische Behandlungsqualität zu tragbaren Kosten liegt im Interesse der Versicherten und ist ein wichtiges Anliegen der Krankenversicherer. Dies kann am effizientesten über einen funktionierenden Qualitätswettbewerb unter den Leistungserbringern erreicht werden. santésuisse setzt auf Qualitätsverträge und -konzepte, die gemeinsam mit den Leistungserbringerverbänden erarbeitet werden.

Die Krankenversicherer wollen grundsätzlich keinen Vertrag ohne Bestimmungen zur Qualitätssicherung abschliessen. Der nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) treibt die gesamtschweizerisch vergleichbaren Ergebnismessungen erfolgreich voran. santésuisse fordert, dass alle Messergebnisse transparent, das heisst zielgruppengerecht und spitalscharf, ausgewiesen werden. In Versorgungsbereichen, in welchen die Qualitätssicherung im Vergleich zum Spitalbereich weniger weit fortgeschritten ist, fordert santésuisse ebenfalls die gemeinsame Entwicklung national verbindlicher Konzepte und Programme zur gesamtschweizerisch vergleichbaren Messung der Ergebnisqualität.

Messdaten befördern Qualitätswettbewerb 

Damit der Qualitätswettbewerb spielt, müssen Messdaten zu den Behandlungsergebnissen eines Leistungserbringers vorliegen. Diese Ergebnismessungen sollen flächendeckend, vergleichbar und transparent vorliegen, damit die Patienten die Leistungserbringer vergleichen und eine informierte Wahl des Leistungserbringers treffen können. Andererseits bilden griffige und damit glaubwürdige Sanktionsmechanismen gegen säumige Leistungserbringer, welche sich nicht an den Messungen beteiligen, eine wichtige Grundlage für den Qualitätswettbewerb. santésuisse legt besonderen Wert auf die Schaffung dieser Voraussetzungen. Die Voraussetzungen für den Qualitätswettbewerb sollen gemeinsam mit den Leistungserbringerverbänden gefördert werden.

santésuisse setzt auf Qualitätsverträge

Der Abschluss von Qualitätsverträgen mit den Leistungserbringern ist für santésuisse ein wichtiges Instrument um den Qualitätsnachweis bzw. die Qualitätsmessung zu fördern. Gesetzliche Grundlage für den Abschluss von Qualitätsverträgen bildet Art. 77 Abs. 1 KVV. Hier wird festgehalten, dass Leistungserbringer und Versicherer im Rahmen der Tarif- oder Qualitätsverträgen die Qualitätskontrolle, allfällige Sanktionen bei Nichterfüllung der Qualitätsanforderungen sowie die Finanzierung regeln.

Mit den meisten Gesundheitsversorgern liegt ein Qualitätsvertrag vor – entweder als separater Vertrag oder als Bestandteil des jeweiligen Tarifvertrags.

Ansprechpartner

Weitere Informationen

Qualab

ANQ

BAG-Ergebnisindikatoren

santésuisse Spitalfinder 

 

Definition Ergebnisqualität

Subjektive und/oder objektive Veränderungen beim Gesundheitszustand eines Patienten, die durch die medizinische Versorgung verursacht sind (Donabedian, 1980).

21.06.2016
Communiqué

125 Jahre im Dienste der Versicherten - Gesundheitswesen gestalten, Qualität erhöhen, Kosten eindämmen

Vor genau 125 Jahren, 1891, wurde die Vorgängerorganisation von santésuisse, das «Konkordat» gegründet – aus dem Bedürfnis, Lücken beim Versicherungsschutz für Versicherte zu schliessen. Heute sind der medizinische Fortschritt, die demografische Veränderung und der anhaltende Kostenanstieg die Herausforderungen. Als führender Kran-kenversicherungs-Verband prägt santésuisse mit Fachwissen und innovativen Lösungsvorschlägen die zeitgemässe Ausgestaltung des Gesundheitswesens.


27.05.2016
Brennpunkt

Brennpunkt Gesundheitspolitik Nr. 2/2016

Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht - Qualitätswettbewerb zum Durchbruch verhelfen - Freie Spitalwahl nur im eigenen Kanton?


06.04.2016
Brennpunkt

Brennpunkt Gesundheitspolitik Nr. 1/2016

Planwirtschaft bekämpft eigene Symptome - Nein zu Ausschaltung der Tarifpartner und zur Mehrbelastung der Prämienzahler - santésuisse fordert Rekursrecht gegen überhöhte Medikamentenpreise


03.02.2016
Communiqué

spitalfinder.ch bietet die aktuellsten Qualitätsdaten

santésuisse und das Konsumentenforum betreiben jene Qualitätssicherung, die Patienten benötigen: Das vor zwei Monaten von santésuisse und vom Konsumentenforum kf lancierte umfassende Vergleichsportal zur Qualität der Schweizer Spitäler ist jetzt noch schneller – und es wird weiter ausgebaut: Neu zugänglich sind die aktuellsten Qualitätsdaten zur Patientenzufriedenheit und zu Wundinfekten. Gleichzeitig bietet das Portal Verbesserungen aufgrund des Feedbacks von Versicherten und Konsumenten.


28.01.2016
Referat

Nutzen der ANQ-Messungen für die Krankenversicherer

Verena Nold, Direktorin santésuisse, ANQ Q-Day


30.11.2015
Brennpunkt

Brennpunkt Gesundheitspolitik Nr. 4/2015

Es droht finanzieller Kollaps auf Raten - Gesundheitssystem braucht Qualitätswettbewerb - Effizienzgewinne an Krankenversicherung weitergeben


24.11.2015
Communiqué

Reformvorschläge für ein freiheitliches Gesundheitswesen

Neue Lösungsansätze sollen die hohe Qualität und Finanzierbarkeit des schweizerischen Gesundheitssystems sicherstellen. Am Novemberkongress „Gesundheit 2020+“ erläuterten Experten ihre Vorschläge zur Reform des Gesundheitswesens vor einem Publikum aus Politik, Behördenvertretern und Leistungserbringern. santésuisse regt an, diese Vorschläge vertieft zu diskutieren.


18.11.2015
Communiqué

Schweizer Première: Umfassender und verständlicher Qualitätsvergleich von Spitälern

Zum ersten Mal in der Schweiz können sich Versicherte und Konsumenten umfassend und leicht verständlich über die Behandlungsqualität und Patientenzufriedenheit in Schweizer Akut-Spitälern informieren. Der santésuisse Spitalfinder ist eine neu geschaffene elektronische Plattform, die die Versicherten bei der Spitalwahl unterstützt.


25.09.2015
Referat

Qualitätsmessung in der Medizin, Vorschläge zur Zusammenarbeit

Verena Nold, Direktorin santésuisse, forumofac.15 - das apothekertreffen


14.09.2015
Communiqué

Stärkung der Patientenrechte und Haftung der Spitäler sind nötig

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will gegen spitalerworbene Infektionen vorgehen und hat eine entsprechende Strategie entworfen. Aus Sicht von santésuisse sind darin wesentliche Punkte zu wenig berücksichtigt: Nur wenn die Infektionen konsequent und kontinuierlich gemessen werden und die Resultate der Öffentlichkeit transparent zur Verfügung gestellt werden, besteht auf Seiten der Spitäler der Druck zum Erzielen von Verbesserungen. Die Rechte der Patienten, die betroffen sind, müssen verstärkt werden und damit verbunden die Haftung der Spitäler für Infektionen. Dies ist zielführender als allgemeine Regeln und teure Informationskampagnen.


22.07.2015
Communiqué

Höhere Qualitätsanforderungen in der Telefonwerbung

Mit einer neuen Branchenvereinbarung der Krankenversicherer soll die Qualität der Telefonwerbung erhöht werden. Die Konsumenten sollen besser vor unerwünschten Anrufen geschützt und die Entschädigung der Vermittlertätigkeit im Bereich der obligatorischen Grundversicherung eingeschränkt werden. Mit einem Meldeformular auf der Website von santésuisse können Konsumenten Verstösse von Krankenversicherern, Maklern, Vermittlern und Telefonmarketinganbietern melden. Die Branchenvereinbarung tritt am 1. Januar 2016 in Kraft.


29.05.2015
Brennpunkt

Brennpunkt Gesundheitspolitik Nr. 2/2015

Mehr Augenmass und weniger Bürokratie - Zulassungsstopp für Ärzte Hemmschuh für bessere Qualität und tiefere Kosten - Tiefere Preise für Medikamente sowie für Mittel und Gegenstände!


02.03.2015
Brennpunkt

Brennpunkt Gesundheitspolitik Nr. 1/2015

Einheitskasse durch die Hintertüre - Kooperation und Vernetzung statt Planwirtschaft - Wer zahlt für teure Überkapazitäten bei den Spitälern?


31.10.2014
Communiqué

Krebsbehandlung verbessern: santésuisse unterstützt Projekt der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK)

santésuisse setzt sich für höchste Qualität und laufende Verbesserung von Behandlungen ein, insbesondere bei Krebskranken. Deshalb unterstützt santésuisse ein Projekt zur Verbesserung der Behandlung von Knochenmetastasen bei Krebskranken. Viele Frauen mit Brustkrebs und Männer mit Prostatakrebs leiden an Knochenmetastasen. Diese führen häufig zu Knochenabbau und Knochenbrüchen, verbunden mit starken Schmerzen. Das Projekt der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) untersucht mögliche Verbesserungen der Behandlung von Knochenmetastasen.


09.10.2014
Communiqué

Nachhaltige Massnahmen gegen den Kosten- und Prämienanstieg

Die Kosten der sozialen Krankenversicherung steigen jährlich und somit auch die Prämien. Die wichtigsten Gründe dafür sind der medizinische Fortschritt, die älter werdende Bevölkerung und das wachsende Angebot an medizinischen Leistungen. Es ist Zeit zu handeln, um die Kosten besser in den Griff zu bekommen. Der Branchenverband der Krankenversicherer santésuisse schlägt deshalb systematische Qualitätsmessungen und Nutzenbewertungen für medizinische Behandlungen vor sowie neue Finanzierungsformen, welche die Prämienzahler entlasten.


03.09.2014
Vernehmlassung

Bundesgesetz über das Zentrum für Qualität in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung

santésuisse lehnt - sowohl für die Aufgaben im Bereich Health Technology Assessments (HTA) als auch für die Qualitätsarbeit - das Bundesgesetz über das Zentrum für Qualität in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung entschieden ab.


29.08.2014
Positionspapier

Qualitätsstrategie santésuisse 2014 – 2016

Eine hohe medizinische Behandlungsqualität zu tragbaren Kosten ist ein wichtiges Anliegen der Krankenversicherer. Dies kann am effizientesten über einen funktionierenden Qualitätswettbewerb unter den Leistungserbringern erreicht werden.


22.05.2012
Communiqué

Ein Ja zu Managed-Care ist ein Ja zu besserer Qualität

Am 17. Juni wird das Schweizer Volk über die Revision des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) abstimmen. Dabei geht es um die landesweite Einführung der Managed Care-Netze. Diese fördern die auf jeden Patienten zugeschnittene Koordination der medizinischen Behandlungen und erhöhen damit Qualität und Effizienz des Gesundheitssystems. santésuisse unterstützt diese wichtige Reform und empfiehlt daher den Bürgerinnen und Bürgern, ein „Ja“ in die Urne zu legen.


23.03.2012
Communiqué

Neues Schweizer Implantat-Register SIRIS

Im Auftrag des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) werden ab September 2012 implantierte Hüft- und Kniegelenke obligatorisch registriert. Die Datenbank SIRIS bildet ein effektives Frühwarnsystem für Implantat-Schäden. Sie ermöglicht zudem erstmals Qualitätsvergleiche zwischen Produkten und den Kliniken. Das SIRIS-Register steht neu auf dem obligatorischen Messplan des ANQ. Deshalb sind die Spitäler und Kliniken verpflichtet, die Kenndaten dieser Implantate zu erfassen. Geführt wird SIRIS von der Stiftung für Qualitätssicherung in der Implantationsmedizin, die Partner und/oder Initianten sind die Schweizerische Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie, SGOT, der Verband der Schweizer Medizintechnik, FASMED, santésuisse die Schweizer Krankenversicherer, der Spitalverband H+ sowie das Institut für Evaluative Forschung in der Orthopädie, IEFO.


02.11.2011
Positionspapier

Positionspapier santésuisse zur Konkretisierung der Qualitätsstrategie des Bundes vom 25. Mai 2011

Die Qualitätsstrategie des Bundes und die Qualitätsstrategie der Krankenversicherer verfolgen inhaltlich in etwa die gleichen Ziele. In der Umsetzung unterscheiden sich beide Strategien deutlich.


Ansprechpartner

Nachgewiesene Qualität im medizinischen Labor

Labroratorien können ihre Leistungen nur über die obligatorische Grundversicherung abrechnen, wenn sie an Qualitätssicherungsmassenahmen teilnehmen. Dies führt dazu, dass 98% der Laborbetreiber sich an den Massnahmen beteiligen.

Gemäss Artikel 53 lit. c KVV ist ein Laboratorium dann als Leistungserbringer zu Lasten der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP; Grundversicherung) zugelassen, wenn es an Qualitätssicherungsmassnahmen gemäss Artikel 77 KVV teilnimmt. So haben die Tarifpartner zur Umsetzung dieser Qualitätssicherungsmassnahmen die QUALAB (www.qualab.ch) errichtet, welche als Qualitätsvertrag gemäss Art. 77 KVV betrachtet werden kann. Dieser beinhaltet u.a. die Teilnahme an Ringversuchen bei den von der QUALAB anerkannten Qualitätskontrollzentren (QKZ).

Transparenz erhöht Qualität

Im Zentralstellenregister (ZSR; offizielles Verzeichnis aller zugelassenen medizinischen Leistungserbringer) ist ersichtlich, ob ein Labor Analysen zulasten der Grundversicherung in Rechnung stellen darf. Die so geschaffene Transparenz ist wichtig, weil sie der  Patientensicherheit dient.

 

 

Ansprechpartner

Qualitätsmessung in Spitälern und Kliniken

Spitalpatientinnen und -patienten sollen die Gewähr für eine optimale Behandlungsqualität haben. Jedes Spital, das grundversicherte Patienten behandelt, muss die Vorgaben des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) bezüglich Qualitätsmessungen umsetzen. Die Qualitätsdaten jedes einzelnen Spitals oder jeder Klinik sind über das Internet einsehbar.

Im Zusammenhang mit dem am 1. Janaur 2012 erfolgten Systemwechsel vom Einzelleistungstarif (Tagespauschale) zum Pauschaltarif (Fallpauschale oder DRG) haben die Tarifpartner konkrete Regelungen erarbeitet, um eine hohe Behandlungsqualtitä in den Spitälern zu gewährleisten. Eine der Regelungen ist die obligatorische ANQ-Qualitätsmessung und deren regelmässige Publikation.

Gemäss Art. 77 KVV sind die Leistungserbringer verpflichtet, Programme über die Anforderungen an die Qualität der Leistungen und die Förderung der Qualität zu erarbeiten. Damit sind diejenigen Spitäler konkurrenzfähig, welche den Patienten hohe Qualität zu günstigen Kosten anbieten können.

Alle Spitäler und Kliniken beteiligen sich an den Messungen

Gemeinsam mit den Partnern H+, MTK, GDK und santésuisse hat der ANQ den nationalen Qualitätsvertrag unterzeichnet. Durch den Vertragsbeitritt verpflichten sich einerseits die Spitäler und Kliniken die vorgegebenen Messungen umzusetzen und andererseits die Kostenträger diese in den Tarifverträgen und Leistungsvereinbarungen zu verankern. Alle Spitäler und Kliniken sowie alle Versicherer und Kantone sind dem Qualitätsvertrag beigetreten. Die partnerschaftliche Publikation der Ergebnisse von flächendeckenden Qualitätsmessungen auf Ebene Leistungserbringer fördert das Vertrauen in die Leistungserbringer und in das DRG-Tarifsystem.

Die Messresultate sind auf der ANQ-Internetseite aufgeschaltet und öffentlich einsehbar unter: http://www.anq.ch/messergebnisse

santésuisse-Spitalfinder

Im November 2015 lancierte santésuisse gemeinsam mit dem Konsumentenforum kf die erste verständliche und vollständige Vergleichsplattform für Schweizer Akutspitäler: Der Spitalfinder bündelt alle derzeit in der Schweiz öffentlich verfügbaren Indikatoren zur medizinischen Behandlungsqualität und Patientenzufriedenheit eines Spitals und unterstützt den Nutzer bei der faktenbasierten Spitalwahl. Damit leistet er einen Beitrag zur Transparenz. Die im Spitalfinder publizierten Qualitätsindikatoren stammen u.a. aus Qualitätsmessungen des ANQ.

Ansprechpartner