Krücken & Co. sind oft zu teuer

Als Mittel- und Gegenstände (MiGeL) gelten Hilfsmittel wie Verbände, Krücken, Kanülen, Armtraggurte, Windeln, Teststreifen für die Blutzuckermessung für Diabetiker, um nur einige zu nennen. Die Preise für diese medizinischen Hilfsmittel setzt der Bundesrat als Höchstpreise fest.

Höchstpreise bedeuten, dass tiefere Preise erlaubt wären, doch kommen diese in der Praxis nicht vor. Die offiziell für den Verkauf zu Lasten der Krankenversicherung zugelassenen Verkaufsstellen verwenden in der Regel den Höchstpreis. Diese vom Bundesamt bewilligten Preise stammen teilweise aus den 90er-Jahren. Die Folge sind veraltete und teils massiv überhöhte Preise.  Für Krücken beispielsweise beträgt  der Höchstpreis im Jahr 2016 bewilligte 81 Franken. Bei Verkaufsstellen, an denen sich die Krankenkassen nicht beteiligen, nur 24 Franken. Der behördliche Höchstpreis, den die Krankenversicherer bezahlen müssen, liegt um mehr als den Faktor drei über dem Normalpreis.

santésuisse fordert Senkung der Höchstpreise

santésuisse setzt sich deshalb im Sinne der Prämienzahlerinnen und -zahler immer wieder beim Bundesamt für Gesundheit dafür ein, die Höchstpreise nach unten zu korrigieren. Um Beweise für die überhöhten Preise präsentieren zu können,  eignen sich nicht nur Vergleiche mit Schweizer Verkaufsstellen, sondern auch mit den Preisen im  Ausland. Als Besonderheit gegenüber anderen Listen der obligatorischen Krankenversicherung werden in der MiGeL nur allgemeine Produktebeschreibungen und keine einzelnen  Markennamen aufgeführt.

Für die Qualität der Mittel und Gegenstände, die auf die kassenpflichtige Liste gesetzt werden, ist das Heilmittelinstitut Swissmedic verantwortlich.

Ansprechpartner

Weiterführende Infos

BAG: MiGeL

Siwssmedic

29.05.2015
Brennpunkt

Brennpunkt Gesundheitspolitik Nr. 2/2015

Mehr Augenmass und weniger Bürokratie - Zulassungsstopp für Ärzte Hemmschuh für bessere Qualität und tiefere Kosten - Tiefere Preise für Medikamente sowie für Mittel und Gegenstände!


20.02.2015
Communiqué

Überfällige Preisanpassungen bei medizinischen Hilfsmitteln

Zahlreiche medizinische Mittel und Gegenstände müssen von den Krankenversicherern zu überhöhten Preisen vergütet werden. Bestimmte Artikel sind in identischer Ausführung im Euro-Raum massiv günstiger. santésuisse fordert die rasche Überprüfung und Anpassung der von den Krankenversicherern zu vergütenden Höchstpreise.


30.01.2015
Vernehmlassung

Teilrevision Medizinprodukteverordnung MepV

santésuisse äussert sich zur laufenden Teilrevision der Medizinprodukteverordnung MepV.


14.01.2015
Positionspapier

«Gesundheit 2020»

Der Bundesrat hat unter dem Titel «Gesundheit 2020» eine Strategie für das Schweizer Gesundheitssystem mit 36 Einzelmassnahmen präsentiert. santésuisse beurteilt dieses Papier insgesamt als einseitig und unausgegoren, weshalb wir dieser Sammlung von Ideen sehr kritisch gegenüberstehen.


Ansprechpartner