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Prämienerhöhung

Nein, die Prämien in den Zusatzversicherungen folgen anderen Massstäben. Hier spielt der Wettbewerb stärker. Die Zusatzversicherungen unterscheiden sich von Krankenversicherung zu Krankenversicherung. Die Leistungen sind verschieden, und darum sind auch die Prämien verschieden und zudem abgestuft nach Alter, Geschlecht und Region. Es herrscht auch keine Freizügigkeit. Das heisst: Die Zusatzversicherung ist nicht verpflichtet, Sie aufzunehmen.

Die Krankenversicherer müssen jährlich über 360'000 Versicherte für ausstehende Prämien in der Höhe von über 700 Millionen Franken betreiben.
Würden alle Versicherten ihre Prämien pünktlich bezahlen, könnten die Prämien um mehr als zwei Prozentpunkte tiefer angesetzt werden.

Jeder Krankenversicherer teilt die neuen Prämien mit der Versicherungspolice individuell seinen Kundinnen und Kunden mit. Die Versicherten müssen mindestens zwei Monate im Voraus im Besitz der schriftlichen Mitteilung über die neuen Prämien sein.

Nach Erhalt der Police hat die versicherte Person einen Monat Zeit, um gegebenenfalls den Vertrag auf Ende Jahr zu kündigen und auf Beginn des neuen Jahres einen neuen Krankenversicherer zu wählen. Die Kündigung wird erst dann rechtskräftig, wenn die neue Krankenversicherung der ehemaligen bestätigt hat, dass die betreffende Person bei ihr versichert ist. Zahlreiche Krankenversicherer bieten ihrer Kundschaft zusätzliche schriftliche und mündliche Informationen an und weisen auf kosten- und prämiensparende Modelle hin.

Bei den Zusatzversicherungen gelten andere Kündigungsfristen. Nach Ablauf der Vertragsdauer (es gibt einjährige, aber auch mehrjährige Verträge) kann die Versicherung unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist auf Jahresbeginn gekündigt werden. Die Kündigung muss bis spätestens am 30. September beim Krankenversicherer eingetroffen sein. Werden die Prämien der Zusatzversicherungen erhöht, so gelten die gleichen Bestimmungen wie bei der Grundversicherung (Kündigung innerhalb 30 Tage nach Erhalt der neuen Versicherungspolice).

Solange die Gesundheitskosten derart steigen, sind Prämienanpassungen unumgänglich. Also muss der Kampf bei den Hauptverursachern der Kosten ansetzen, dort, wo die Ersparnis am grössten ist. Das sind die Ärzte, die Spitäler, die Medikamente und die Pflege. Das sind aber auch die Kantone, die sich aus der Finanzierung des Gesundheitswesens immer mehr zurückziehen.

Eine Rolle spielen schliesslich die Versicherten mit ihren steigenden Ansprüchen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass das Krankenversicherungsgesetz noch zu wenig greift und weitere Korrekturmassnahmen dringend sind. Daneben müssen die Versicherer mit weiteren kosten- und prämiensparenden Modellen wie Hausarzt, HMO und Gruppenpraxen attraktive Alternativen oder Anreize zum Sparen bieten.


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