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TARMED Tarif/Tarifstruktur

Bezüglich der Tarifierung von minimal invasiven Brustbiopsien besteht zurzeit im TARMED eine Lücke. Die Tarifierung dieser Pflichtleistung wurde zwar von den zuständigen Gremien schon vorgenommen.

Wir empfehlen deshalb vorübergehend die Leistungen mittels den bestehenden Pauschalverträgen abzugelten (siehe Rundschreiben 78/ 2002, 123/2002, 01/2003, 34/2003, 37/2003).

 

Da als Teil der Schwangerschaftskontrolle jeweils auch eine vaginale Untersuchung durchgeführt wird, ist 22.0090 (Kolposkopie) in den Schwangerschaftskontrollen gem. 22.1910/22.1920 bereits beinhaltet. Vergleichen Sie hierzu auch KLV Art. 13, Buchstabe a, Ziffer 1 und indirekt Positionsinterpretation in 22.0010.

Bei 22.1930 kann die Kolposkopie zusätzlich verrechnet werden, weil es sich um eine Leistung „ausserhalb KLV 13“ handelt. I. d. S. KVG Art. 64, Abs.7: Sobald eine Kolposkopie nicht aufgrund der Schwangerschaftskontrolle durchgeführt wird, gilt sie als Krankheitsleistung. Die Patientin muss die entsprechende Kostenbeteiligung übernehmen.

Die Kostenübernahme erfolgt nur auf vorgängige besondere Gutsprache des Versicherers sowie mit ausdrücklicher Bewilligung des Vertrauensarztes und nur nach vorgängig durchgeführter negativer Gastroskopie und Koloskopie (siehe auch KLV).

Auf Grund der BAG-Antragsunterlagen sowie gestützt auf internationale Fachpublikationen wurde in der PTK TARMED Suisse die Tarifierung inkl. Schaffung einer neuen Tarifposition beantragt. Die TARMED-Vertragsparteien haben sich Ende 2012 auf einen Kompromissvorschlag geeinigt. Die neue Tarifierung gilt nach Bewilligung der neuen Tarifversion durch den Bundesrat. Der Zeitpunkt dafür ist noch offen. Unsere angepasste Empfehlung lautet: 498.28 Taxpunkte (AL 267.03 + TL 231.25)

Nein, die Supervision zwischen Arzt und Psychotherapeutin ist ein Teil der Aufsichtspflicht des delegierenden Arztes und muss in diesem Rahmen, ohne dass es zu einer Leistungsabrechnung zu Lasten der Kostenträger kommt, gewährleistet sein. Die Supervision ist eine Grundvoraussetzung, um die Leistungen der delegierten Psychotherapie überhaupt nach KVG abrechnen zu können und keine Leistung, die nach Aufwand berechnet werden darf. Würde die Supervision nicht durchgeführt, dürfte die delegierte Psychotherapie gar nicht stattfinden.

Begründung:

Der Psychotherapeut darf die Supervision nicht verrechnen. Laut KI-02.02-1 und KI-02.03-1 können Leistungen der delegierten Psychotherapie nur dann verrechnet werden, wenn sie auf ärztliche Anordnung und unter ärztlicher Überwachung erbracht werden. Alle Zeugnisse, Berichte und Anträge, die im Zusammenhang mit der delegierten Psychotherapie stehen, müssen vom delegierenden Arzt visitiert werden. Damit also ein Therapeut die (technischen) Leistungen der delegierten Psychotherapie (02.0210ff) innerhalb des KVG abrechnen kann, muss er sich der Kontrolle und der Belehrung des delegierenden Arztes unterziehen. Deshalb ist die Supervision lediglich eine Bedingung für die Abrechnung der Leistungen der delegierten Psychotherapie aber an sich keine für sich allein stehende abrechnungswürdige Leistung. Würde hingegen die Supervision von dem Therapeuten als Weiterbildung bei dem Supervisor definiert, dann dürfte er diese trotzdem nicht dem Kostenträger in Rechnung stellen, denn bei der Verrechnung der delegierten Psychotherapie im TARMED (technische Leistungen), sind die Kostenelemente für Fortbildungskosten eindeutig abgegolten (vergl. GI-42).

Auch der delegierende Arzt darf die Supervision nicht abrechnen, da die Tätigkeit, die er im Rahmen seiner Aufsichtspflicht (vergl. KI-02.02-1 und KI-02.03-1) im Falle der delegierten Psychotherapie ausführt, in seiner Produktivität schon berücksichtigt ist. Die Produktivität der Sparte Psychiatrie ist tiefer als zum Beispiel jene der Sparte der Grundversorger. Diese tiefere Produktivität ist begründet damit, dass Zeiten, die nicht mit den Patienten verbracht, sondern mit z. B. für Vor-, Auf- oder Nachbereitungen oder eben für notwendige Supervisionen genutzt werden können, schon in die ärztlichen Leistungen der Psychiatriepositionen (02.0010 ff) mit eingerechnet wurden und damit wesentlich höher liegen, als zum Beispiel bei den Grundversorgern.

 

Aufgrund der erwähnten Angaben in der Position 03.0520 (beim Kind / Jugendlicher bis 18 Jahren, durch den Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin) ist diese Position die richtige für den Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin trotz des genannten Besitzstandes der Position 09.0510.

Begründung:

Verfügt ein Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin über den Besitzstand für die TARMED-Position 09.0510 Tympanometrie, so gilt dieser Besitzstand nur für Behandlungen von Patienten älter als 18 Jahre. Denn für die Behandlung von Patienten bis 18 Jahre besteht im Kapitel 03 Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie eine eigens für den Pädiater tarifierte Position 03.0520. Die Tympanometrie beim Kind/Jugendlichen bis 18 Jahre muss der Pädiater also zwingend mit der Position 03.0520 abrechen, heisst es bei Position 03.0520 doch ausdrücklich "durch den Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin".

Verfügt ein Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin nicht über den Besitzstand für die TARMED-Position 09.0510 Tympanometrie, so darf er diese Leistung generell nicht abrechnen, da für diese Leistung die Dignität ORL gefordert wird. Es ist dem Pädiater unter diesen Umständen auch nicht gestattet auszuweichen und die Tympanometrie bei Patienten über 18 Jahren mit der Position 03.0520 abzurechnen.

TARMED unterliegt gemäss GI-1 folgendem Grundsatz: "Alle erbrachten Leistungen müssen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein." Führen zwei unterschiedlich tarifierte Leistungen zum gleichen Resultat, indem die Wirksamkeit und Zweckmässigkeit und die damit verbundenen Voraussetzungen erfüllt sind, gelangt die wirtschaftlichere Tarifposition zur Anwendung. Im geschilderten Fall ist das die Position 03.0520 "Tympanometrie, pro Seite, beim Kind/Jugendlichen bis 18 Jahre durch den Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin".

 

TARMED sieht dafür keine Tarifpositionen vor. Eine Tarifierung unter den Tarifpartnern ist gescheitert.

santésuisse empfiehlt die Abrechnung über die Grundkonsultation (Positionen 00.0010ff).

 

Die KI-29-4 Bildgebung ist eindeutig wie ebenfalls die Interpretation der jeweiligen Tarifposition: Die Tarifpositionen gelten nicht für bildgebend gesteuerte Punktionen/Instillationen (mittels Ultraschall, CT, MRI usw.), ausgenommen ist BV-TV.

Im Weiteren ist die Position 39.0400 mit der Dignität „Medizinische Radiologie/Radiodiagnostik“ versehen und gleichzeitig im Leistungsblock 53 (LB) aufgeführt. Die Regeln über die Leistungsblöcke sind in der GI-45 aufgeführt. Leistungen, welche in einen Leistungsblock zusammengefasst sind, dürfen in der gleichen Sitzung nur untereinander kumuliert werden, jedoch mit keiner anderen Leistung des Tarifs.

Tarifarisch ist eine Kumulation von Position 39.0400 mit Position aus dem Kapitel 29 nicht statthaft.

Alle drei Inhalationsanästhetika werden in Gasform in Kombination mit Sauerstoff und Lachgas verwendet und sind unter KI-28-4 einzuordnen und somit nicht separat verrechenbar.

 

Nein. Die Beurteilung einer Mammografie ist in der AL der entsprechenden Leistung bereits abgegolten und in der Berichtszeit integriert. Wenn auch noch ein zweiter Arzt seine Meinung dazu äussert, darf dieses von keinem der Ärzte zusätzlich in Rechnung gestellt werden.

Eine Zweitbeurteilung einer Mammografie ist lediglich im Rahmen eines Screening-Programmes vorgesehen und dann im Rahmen der kantonalen Pauschalverträge abzugelten.

Die Positionen 37.0700 und 37.0710 sind für die Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung inkl. Krebsabstrich gemäss KLV 12 e verrechenbar. In der Position 37.0700 sind auch die Sedimentationspräparation oder Filtrationspräparation (sog. Dünnschichtmethode, Liquid-base, Thin-prep, usw.) inkludiert und somit nicht mit Position 37.0620 zusätzlich abrechenbar.

Die Position 37.0620 als Zuschlagsleistung kann mit den entsprechenden Hauptleistungen nur dann verrechnet werden, wenn die Untersuchung als Diagnostik bei entsprechenden Anamnese und Verdacht durchgeführt wird (fraglich positivem oder positivem Befund). Es gilt die Einhaltung von GI-1 „Grundsatz“ und KVG Art. 32 bzw. Art. 56 zu prüfen.

 

Massgebend für die Verrechnung von Exzisionen sind die Oberflächenregionen (KI-39-13). Innerhalb der gleichen Oberflächenregion ist die Gesamtfläche der Exzisate in Quadratzentimetern für die Verrechnung massgebend.

Bei Exzisionen aus verschiedenen Oberflächenregionen können die Tarifpositionen 04.0540, 04.0550 resp. 04.0580, 04.0590 mehrmals verrechnet werden.

Erfolgt die Blutentnahme durch den Facharzt ist die Vergütung Bestandteil von „Allgemeinen Grundleistungen“ (TARMED Position 00.0710).

     

  1. Erfolgt die Blutentnahme durch nichtärztliches Personal in ärztlichen Praxislaboratorien im Rahmen der Präsenzdiagnostik, erfolgt die Verrechnung nach TARMED mit den Positionen 00.0715 bzw. 00.0716.
  2. Erfolgt die Blutentnahme zur Analyse in auswärtigen Laboratorien, kann sie nicht abgerechnet werden.
  3. Erfolgt die Blutentnahme durch nichtärztliches Personal in Spitallaboratorien und Laboratorien, erfolgt die Verrechnung nach Analysenliste (AL) mit Position 4701.00.
  4.  

Die nichtärztlichen Leistungen gemäss TARMED Leistungsblock 01 (LB-01) dürfen nur dann verrechnet werden, wenn sie nicht im Rahmen einer ärztlichen Beratung erfolgen, das bedeutet gemäss Regelwerk, nicht in der gleichen Sitzung. Eine Sitzung ist gemäss generellen Interpretationen (GI) 8 das folgende:

Eine Sitzung ist ein begrenzter Zeitraum (Kontaktaufnahme bis Kontaktende im ambulanten Bereich), während dessen ein Leistungserbringer durch einen Patienten, Paare, Familien oder Gruppen in Anspruch genommen wird.

Dabei gilt die ganze Arztpraxis als ein Leistungserbringer. Die erwähnten nicht ärztlichen Leistungen vor oder nach einer Konsultation können also nicht verrechnet werden.

Bei den nicht ärztlichen Leistungen in der Psychiatrie dürfen in der gleichen Sitzung ärztliche Leistungen verrechnet werden. Hier steht ja üblicherweise die nicht ärztliche Behandlung im Mittelpunkt, wobei es durchaus möglich ist, dass sie durch eine ärztliche Massnahme ergänzt wird.

 

Notfallbehandlungen in Spitälern müssen mit der Position 35.0610 des Kapitels 35.05 „Notfallaufnahme anerkannt“ verrechnet werden.

Eine Verrechnung der Positionen 35.0210 „Nichtärztliche Betreuung in der chirurgischen/medizinischen Tagesklinik“ ff ist nur im Zusammenhang mit anderen diagnostischen oder therapeutischen Massnahmen möglich, für die der Patient von der Notfallaufnahme aus weitergewiesen wird.

Ja. Der Bericht kann mit der Position 00.2255 verrechnet werden. Er wird zwar nicht vom Versicherer direkt verlangt, ist aber auf Grund der Bestimmungen des Physiotherapietarifs erforderlich.

 

Grundsätzlich dürfen Leistungen aus dem Kapitel 37 „Klinische Pathologie (Autopsie, Histologie, Zytologie) und Rechtsmedizin“ mit Grundleistungen aus dem Kapitel 0 und somit auch mit der Position 00.0140 kombiniert werden (siehe Kapitel-Interpretation KI-37-2).

Nicht kombinierbar sind aber die Grundleistungen mit der weitaus häufigsten Position aus dem Kapitel 37, nämlich mit der Leistung 37.0700 „Zytologie zur Krebsvorsorge“ (siehe Kapitel-Interpretation KI-37-7).

Die Befreiung einer Leistung von der Franchise muss gesetzlich entsprechend geregelt sein.

In KVG Art. 64, Abs. 6, litt. d wird der Bundesrat ermächtigt, einzelne Leistungen der medizinischen Prävention von der Franchise auszunehmen.

In KVV Art. 105, Abs. 3bis gibt der Bundesrat diese Kompetenz an das Departement (EDI) weiter.

Das EDI hat in KLV Art. 12e, litt. c, nur die Screening Mammographie von der Franchise befreit. Andere präventive Leistungen wie z.B. die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung inkl. Krebsabstrich (KLV Art. 12e litt. b) sind von der Franchise nicht befreit.

Nein. Für Berichte können keine Notfallzuschläge (KI-00.06-9) verrechnet werden

Nur bei Ärzten, die vom Spital nicht fix besoldet sind (=Belegärzte) und die ungeplant und notfallmässig aus einem Pikett heraus von ausserhalb des Spitals für einen Einsatz in das Spital kommen müssen, ist die Wegentschädigung nicht zusätzlich verrechenbar, weil das Spital als zweiter Arbeitsplatz gilt.

Bei Notfall-Inkonvenienzpauschalen im Rahmen der ärztlichen Praxis-Tätigkeit kann die Wegentschädigung zusätzlich verrechnet werden.

Bei fix besoldeten Spitalärzten können weder die Notfall-Inkonvenienzpauschalen noch die Wegentschädigung verrechnet werden.

 

Ja. Der Bericht muss natürlich gemäss Anforderungen verfasst sein (z.B. Zeilenlänge).

Normalerweise sind Berichte integrierender Bestandteil der einzelnen TARMED-Leistungen. Verfasst aber ein Arzt einen zusammenfassenden Bericht evtl. auch mit therapeutischen Hinweisen zu Handen des nachbehandelnden Arztes, ist dieser mit den TARMED Positionen 00.2285 und 00.2295 verrechenbar. Verrechnete Berichte müssen auf Verlangen dem Krankenversicherer resp. dem Vertrauensarzt zugestellt werden.

Die intravenöse Kontrastmittelinjektion dient der millimetergenauen bildlichen Darstellung von arteriellen Gefässabschnitten zur Klärung von Gefässveränderungen (Stenosen, Aneurysma).

Die Position 39.4170 ist nur abrechenbar, falls eine entsprechende Indikation / Fragestellung durch den zuweisenden Arzt vorliegt. Zudem muss das Ergebnis sowohl im Befund als auch in der Beurteilung erwähnt werden.

Gemäss der Regelanwendung unter GI- 51 besteht kein Widerspruch: „Bei Regeln mit gleichem Betreffnis auf mehreren Ebenen gilt die Regel der untersten der betroffenen Hierarchiestufen.“

 

Die Portokosten sind im Zuschlag der 10 % inbegriffen und nicht zusätzlich verrechenbar.

Die KI-31-5 Leistungsblock LB-54 ist eindeutig

„Die Tarifpositionen aus Kapitel 31 sind für Fachärzte für Nuklearmedizin Teile eines Leistungsblockes und deshalb in einer Sitzung durch den gleichen Facharzt nur unter sich kumulierbar, ansonsten mit keiner anderen Tarifposition.

Ausgenommen sind die Tarifpositionen Dringlichkeitszuschläge und Notfallzuschläge, Kapitel 00.08.

Weitere Ausnahmen sind ausdrücklich erwähnt.“

Der volle Leistungsumfang wird von ein und demselben Facharzt für Nuklearmedizin ausgeführt. Die Sitzungsdefinition gemäss GI-8 greift.

 

Die KI-32-5 Leistungsblock LB-55 ist eindeutig

„Die Tarifpositionen aus Kapitel 32 sind für Fachärzte für Radioonkologie Teile eines Leistungsblockes und deshalb in einer Sitzung durch den gleichen Facharzt nur unter sich kumulierbar, ansonsten mit keiner anderen Tarifposition.

Ausgenommen sind die Tarifpositionen Dringlichkeitszuschläge und Notfallzuschläge, Kapitel 00.08.

Weitere Ausnahmen sind ausdrücklich erwähnt.“

Bei Position 32.0510ff ist keine Ausnahme aufgeführt. Die Umgehung durch Eröffnen einer weiteren Sitzung ist gemäss Sitzungsdefinition GI-8 Sitzung nicht gestattet: „(...) Kontaktaufnahme bis Kontaktende (...)“ bedeutet hier, dass der Patient während der gesamten Zeit beim gleichen Radioonkologen ist – also in der gleichen Sitzung.

 

Das Anfertigen (Handlung) für die Maske und Moulage darf separat verrechnet werden, jedoch höchstens 1 x die  Position 32.0230 und 1 x Position 32.1010.

Die Kosten für das Material sind gemäss KI-32.02-1 mit der technischen Leistung abgegolten und dürfen nicht zusätzlich verrechnet werden.

Grundsätzlich darf ein Arzt mit einer Zusatzausbildung für Akupunktur Grundleistungen gemäss Kapitel 00.01 und Akupunkturbehandlungen gemäss Position 00.1710 ff. in der gleichen Sitzung in Rechnung stellen. Dies wird vor allem dann der Fall sein, wenn es sich um eine erste Sitzung handelt, bei welcher möglicherweise eine Anamnese nach schulmedizinischen Methoden erfolgt.

Es gibt verschiedene Typen von Laser-Anwendungen an der Cornea (Excimerlaser- und die neuere LASIK –Technik). TARMED unterscheidet tariftechnisch nicht innerhalb dieser Techniken.

Die Refraktive Chirurgie (Keratotomie mittels Laser oder chirurgisch) kann wie folgt mit TARMED verrechnet werden:

     

  • Anästhesie (MAC)
  • Vor- und Nachuntersuchung
  • Eingriff/Operation = Position 08.2380
  •  

(Der Begriff „Keratotomie“: durch Stossen der Hornhaut ist im Zusammenhang mit diesen Verfahren nicht korrekt. Eigentlich müsste von einer Keratoplastik gesprochen werden. Der Gesetzgeber erwägt eine Korrektur.)

 

Grundsätzlich gilt GI (generelle Interpretation) 8, wobei das Spital als ein Leistungserbringer zu betrachten ist. Das heisst konkret, dass der Zeitraum vom Betreten bis zum Verlassen des Spitals durch einen Patienten als eine Sitzung gilt.

Es ist davon auszugehen, dass der ambulante Patient normalerweise für eine bestimmte medizinische Leistung ins Spital aufgeboten wird, was einer Sitzung entspricht.

 

Nein, die Vor-, Auf- und Nachbearbeitungszeiten eines Psychotherapeuten sind in den Tarifpositionen 02.0010ff, 02.0110ff, 02.0210 und 02.0310 enthalten und abgegolten.

Vor- und Aufbereitung auf das Gespräch des Psychotherapeuten sowie die Synthese des Gesprächs sind Leistungen, welche in der Produktivität berücksichtigt sind. Diese ist bekanntlich tiefer als jene der Grundversorger, obwohl die genaue Betrachtung der Praxisstrukturen wegen der höheren Patientenfrequenzen (mehr Wechsel) eigentlich ein umgekehrtes Verhältnis erwarten liesse. Die jedoch tiefere Produktivität lässt sich nur damit begründen, dass diese Vor-, Auf- und Nachbereitungszeiten in den Psychiatriepositionen eingerechnet wurden. Aus dieser Sicht ist am jeweils aktuellen PIK - Entscheid festzuhalten.

Für das im Rahmen der Behandlung verwendete Verbrauchsmaterial (z.B. Spritzen, Tupfer, Katheter etc.) gilt in jedem Fall die untere Limite von Fr. 3.- gemäss GI 20. Dies wurde in den TARMED-Berechnungen entsprechend berücksichtigt.

Da der Arzt aber auch als MiGeL-Abgabestelle im Sinne von KVG Art. 35, Abs. 2, litt. g gilt, kann Verbrauchsmaterial, das in der MiGeL aufgeführt ist und dem Patienten mit nach Hause gegeben wird (z.B. Urinbeutel, Bandagen, Verbandsmaterial etc.) auch dann verrechnet werden, wenn der Einkaufspreis (inkl. MWST) pro Einzelstück kleiner ist als Fr. 3.-.

Nein, das ausführende Personal muss über eine anerkannte Fachausbildung verfügen. Gemäss Abklärungen zusammen mit der FMH beziehen sich die speziellen Bestimmungen zur Tarifziffer 7311 auf die Verordnung der Leistung und nicht auf die Ausbildung des ausführenden Personals.

Die Position 23.0010 ist keine präventive Leistung. Entsprechend ist diese Leistung in der KLV Art. 12 nicht aufgeführt.

Wird sie unter präventivem Aspekt erbracht, handelt es sich nicht um Pflichtleistung.

Nein. Die Position 9700 darf ausschliesslich von Laboratorien für Leistungen gemäss Analysenliste verwendet werden. Für Leistungen gemäss TARMED darf diese Position auch von externen Labors nicht verrechnet werden.

 

Impfstoffe können, sofern Pflichtleistung, im Zusammenhang mit den pädiatrischen Vorsorgeuntersuchungen (Positionen 03.0020 ff.) zusätzlich verrechnet werden. Sie gelten als Medikamente und können gemäss den Bestimmungen von GI - 19 in Rechnung gestellt werden.

00.1390 ist eine Pflichtleistung (Feststellung ob der Tod eingetreten ist).

00.1400 ist hingegen keine Pflichtleistung, da diese Leistungen erst nach festgestelltem Tod erfolgen.

Die Einschränkung bezieht sich auf das ganze Kapitel; allerdings dürfen die der Position entsprechenden Technischen Grundleistungen und Fachärztlichen Zuschläge noch dazu verrechnet werden.

Es gilt die Kapitelinterpretation GI- 7:

'als alleinige Leistung' mit einem Kapitelzusatz (z.B. 'als alleinige gynäkologische Leistung', 'als alleinige radiologische Leistung' usw.) bedeutet, dass diese Leistung mit keiner anderen Leistung desselben Kapitels kombiniert werden kann.

In diesem Falle ist es das gesamte Kapitel 22.

Betr. Verrechnung von Position 23.0010 s. auch die anderen FAQs unter Stichwort „23.0010“.

Kopien, welche im Zusammenhang mit der Rechnungskontrolle dem Vertrauensarzt zugestellt werden müssen, sind gemäss GI-14 kostenfrei.

Verlangt eine Versicherung zuhanden des Vertrauensarztes in anderem Zusammenhang Berichte (z.B. Taggeldabklärungen), so können diese mit Position 00.2260 in Rechnung gestellt werden.

Die Verrechnung von Notfallzuschlägen gemäss Kapitel 00.08 im Zusammenhang mit TARMED-Position 00.0140 „Ärztliche Leistung in Abwesenheit des Patienten“ ohne eine andere TARMED-Position ist kaum denkbar. Ausnahmefälle müssten begründet werden.

Für die Rechnungsstellung gilt generell, dass nur Leistungen in Rechnung gestellt werden dürfen, die auch wirklich erbracht wurden und nicht etwa Leistungen, welche gemäss Tarif verrechnet werden dürften. Letzteres grenzt an den Tatbestand des Betrugs.

Im vorliegenden Fall darf also nur die zutreffende Anästhesie gemäss Kapitel 00.03.02 „Oberflächenanästhesien, Infiltrationsanästhesien, Leitungsanästhesien“ in Rechnung gestellt werden. Eine Anästhesie gemäss Kapitel 28 wäre höchstens dann verrechenbar, wenn sie durch einen Facharzt für Anästhesie durchgeführt würde.

 

Bei Schmerztherapie-Leistungen, welche gemäss KI- (Kapitel-Interpretation) 29-7 unter BV-TV-Kontrolle erfolgen müssen, ist die Bild gebende Leistung (BV-TV-Kontrolle) inbegriffen und kann nicht zusätzlich verrechnet werden.

 

Zusätzlich zur Position 00.2620 „Eigenblutentnahme mit anschliessender Auftrennung des Blutes in Erythrozytenkonzentrat und frischgefrorenes Plasma (FFP)“ darf keine weitere Leistung verrechnet werden. Gemäss Kapitelinterpretation KI-00.09-1 „Leistungsumfang“ decken die Ziffern 00.2610, 00.2620, 00.2630, 00.2640, 00.2650 und 00.2660 die gesamte Leistung von der Vorbereitung bis zur Nachbetreuung sowie sämtliches für die Leistung benötigtes Verbrauchsmaterial ab. In diesem Leistungsumfang ist auch eine allfällige Konsultation inbegriffen.

Es ist denkbar, dass der Arzt von einem Patienten mehrmals am gleichen Tag zu verschiedenen Tageszeiten angerufen wird. In diesem Fall kann die Position 00.0110 mehrmals verrechnet werden. Ein solches Abrechnungsmuster sollte aber nicht die Regel sein.

 

Gemäss GI (Generelle Interpretationen) Nr. 14 sind die Dokumentation und der Bericht integraler Bestandteil der Leistung und mit dieser abgegolten. Beim Eintrag der Laborergebnisse in die Krankengeschichte handelt es sich um eine Dokumentationsleistung, welche nicht separat verrechenbar ist.

Nein. Gem. KI-28.1 sind die Leistungen des Facharztes für Anästhesie für eine Anästhesie Teile eines Leistungsblockes und deshalb in der gleichen Sitzung durch den gleichen Facharzt nur mit sich kumulierbar, sonst mit keiner anderen Tarifposition. Ausgenommen sind die Tarifpositionen Notfallzuschläge, Kapitel 00.08.

Für ärztliche Leistungen durch Laboratorien im Sinne von KVV 53 und 54 besteht grundsätzlich keine Leistungspflicht. Leistungen aus TARMED Kapitel 37 können nur von Ärzten (auch Gruppenpraxen) oder Spitälern mit dem jeweils zutreffenden TARMED-Taxpunktwert in Rechnung gestellt werden. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass für sämtliche ärztlichen Leistungen aus TARMED Kapitel 37 die qualitative Dignität „Pathologie“ erforderlich ist.

Die TARMED-Position 00.2520 „Notfall-Inkonvenienz-Pauschale B“ kann in der gleichen Sitzung sehr wohl mit Position 00.2530 „(+) %-Zuschlag für Notfall B“ kombiniert werden. Nur darf auf der Pauschale (00.2520) als Bezugsleistung nicht auch noch der %-Zuschlag (00.2530) verrechnet werden. Dieser darf ausgenommen von Kapitel 00.08 und 22.02.02.03 auf der ärztlichen Leistung (AL) aller anderen TARMED-Positionen erhoben werden (z.B. 00.0010; 00.0020; 00.0030).

Die Verrechnung der Leistungsdokumentation ist unter TARMED integraler Bestandteil der Leistung und mit dieser abgegolten (s. Generelle Interpretation GI 14).

1. Die TARMED-Position 00.0050 „Vorbesprechung diagnostischer / therapeutischer Eingriffe“ kann bei Kleinsteingriffen nicht verrechnet werden. In der medizinischen Interpretation werden „Chancen und Risiken“ eines Eingriffes erwähnt. Bei Kleinsteingriffen sind Chancen und Risiken wohl kaum erwähnenswert. Zudem ist eine Dokumentation des Aufklärungsgespräches erforderlich, welche vom Versicherer resp. vom Vertrauensarzt einverlangt werden kann.

2. Ein Arzt darf in der gleichen Sitzung mehrere verschiedene Arten von „Konsultationen“ in Rechnung stellen. Im vorliegenden Fall zeigt sich allerdings ein Problem der französischen Übersetzung von TARMED. Bei der Position 00.0010 „Konsultation, erste 5 Min.“ ist die eigentliche Konsultation gemeint. Bei Position 22.0030 „Spezielle gynäkologische Beratung durch den Facharzt“ ist „Consultation“ als Erteilen von Ratschlägen zu verstehen.

 

Es handelt sich um zwei zeitlich voneinander getrennte Sitzungen am gleichen Tag. Die erste Sitzung (vormittags) wird mit Position 00.0110/120/130 „Telefonische Konsultation“ verrechnet. Die zweite Sitzung (nachmittags) kann mit Position 00.0010/20/30 „Konsultation“ und anderen Leistungen verrechnet werden.

Impfungen sind in den meisten Fällen keine Pflichtleistungen gem. KVG (KLV Art. 12). Demzufolge ist eine evtl. Kostenübernahme Teil der vertraglichen Vereinbarungen zwischen Versicherer und Versichertem, und es gelten die jeweiligen Abmachungen.

Handelt es sich um eine Pflichtleistung, wird die ärztliche Leistung über die Konsultation oder die Position 00.0750 (Injektion/Infusion durch nichtärztliches Personal) abgerechnet. Impfungen im Rahmen einer pädiatrischen Vorsorgeuntersuchung (Kapitel 03.01) sind jedoch im Tarif inbegriffen. Der Impfstoff wird auf der Rechnung unter ‚Medikamente’ aufgeführt und analog behandelt (max. Publikumspreis).

Achtung: Wird der Impfstoff, z.B. im Rahmen einer besonderen Aktion vom Kanton gratis oder verbilligt zur Verfügung gestellt, darf dieser natürlich nicht resp. nur zu diesem Preis verrechnet werden.

Notfall-Inkonvenienzpauschalen dürfen nur abgerechnet werden, falls sich der Arzt sofort verzugslos um den Patienten kümmert. Es ist kein Ersatz für die ehemalige SLK–Position „Express Konsultation“. Das bedeutet, dass die Leistungen aus dem Kapitel 00.08 nicht verrechnet werden dürfen, falls lediglich eine Konsultation / Besuch am selben Tag stattfindet.

Die Bearbeitungstaxe gemäss AL-Position 9700.00 darf nur im Zusammenhang mit Leistungen gemäss Analysenliste in Rechnung gestellt werden. Mit der Entschädigung nach TARMED-Tarifstruktur ist der gesamte ärztliche und nichtärztliche Aufwand der tarifierten Leistungen abgegolten. Im Zusammenhang mit zytologischen Leistungen siehe auch FAQ Stichwort ‚Labor’.

Nein. Im neuen Tarif sind auch solche ärztliche Verrichtungen aufgeführt, die nicht von den Versicherungen übernommen werden – wie z.B. Gerichtsmedizin und Pathologie. Bei Nichtpflichtleistungen entfällt der Tarifschutz, d.h. der behandelnde Arzt muss die TARMED-Tarifpositionen nicht anwenden.

Die Entscheide der TARMED-PIK werden laufend auf der Homepage von TARMED Suisse www.tarmedsuisse.ch publiziert.

Die Rechnungsstellung ist in Art. 11 des Rahmenvertrags geregelt. Hier sind die Nichtpflichtleistungen gemäss KVG zu kennzeichnen.

Mit Medikamenten der LPPV ist gleich zu verfahren wie bisher, das heisst, sie müssen dem Patienten direkt in Rechnung gestellt werden.

Grundsätzlich dürfen Leistungen aus dem Kapitel 37 „Klinische Pathologie (Autopsie, Histologie, Zytologie) und Rechtsmedizin“ mit Grundleistungen aus dem Kapitel 0 und somit auch mit der Position 00.0140 kombiniert werden (siehe Kapitel-Interpretation KI-37-1).

Nicht kombinierbar sind aber die Grundleistungen mit der weitaus häufigsten Position aus dem Kapitel 37, nämlich mit der Leistung 37.0700 „Zytologie zur Krebsvorsorge“ (siehe Kapitel-Interpretation KI-37-7).

 

Nein. Die Bearbeitungstaxe kann ausschliesslich im Zusammenhang mit den betreffenden Analysen gem. Analysenliste gemacht werden. Für die TARMED Positionen wie Zytopathologie können ausschliesslich die entsprechenden Taxpunkte gem. TARMED verrechnet werden – hier darf keine Bearbeitungstaxe in Rechnung gestellt werden.

 

Die TARMED Tarifstruktur enthält sämtliche medizinischen Leistungen und definiert, wo dies für die Tarifanwendung massgebend ist, ausschliesslich den stationären Patienten (GI-40).

Die Anwendung des Tarifs ist im Rahmen der TARMED-Anschlussverträge auf kantonaler Ebene im Allgemeinen auf ambulante und teilstationäre Patient/-innen beschränkt. Massgebend ist der Text des zutreffenden Anschlussvertrags (im Allgemeinen Art. 1).


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