infosantésuisse-Artikel


01.02.2015

«Die Krankenversicherer sind die Interessenvertreter der vereinigten Prämienzahler»

Die Krankenversicherer müssten die Wertschätzung erhalten, die sie verdienten, sagt der neue Verwaltungsratspräsident Heinz Brand im infosantésuisse-Interview. Wichtiges Thema im Gesundheitswesen ist ausserdem die Messung und transparente Veröffentlichung der Qualität. Wo diese fehlt, könnten auch Online-Bewertungsplattformen in die Bresche springen. Zudem gilt es, der herrschenden Tendenz zur Verstaatlichung des Gesundheitswesens Gegensteuer zu geben.

Sie sind stark in der Politik engagiert. Was hat Sie dazu bewogen, trotzdem Verwaltungsratspräsident von santésuisse zu werden?
Als Präsident der Flury-Stiftung – dem regionalen Gesundheitsversorger des Prättigaus – war ich bereits seit langem im Bündner Gesundheitswesen stark engagiert. Nach zwölf Jahren Präsidium mit verschiedensten Herausforderungen und dem bevorstehenden Abschluss des Spitalneubaus in Schiers habe ich nach einer neuen Aufgabe Umschau gehalten. Ich wollte aber mit dem Gesundheitswesen verbunden bleiben, weil es sich um ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Tätigkeitsgebiet handelt. Deshalb habe ich auf die Anfrage von santésuisse spontan zugesagt und mich dem Auswahlverfahren gestellt.

Welche Auswirkungen wird dieses Engagement auf Ihre politischen Dossiers haben?
Ich gehe davon aus, dass mein Mandat bei santésuisse rund 30 Prozent umfasst. Dies lässt sich problemlos mit meinem Amt als Nationalrat und anderen beruflichen Tätigkeiten vereinbaren.

Sie sind bekannt als Spezialist für Migrationsfragen. Positionieren Sie sich in beiden Bereichen im Parlament und in den Medien?
Auf jeden Fall, ich bin kein monothematischer Politiker und werde mich – wie bereits bisher – auch weiterhin in anderen Bereichen engagieren und mich zu andern Themen äussern.

Haben Sie Interesse an der Gesundheitskommission des Nationalrates? Und wie stehen die Chancen, dass Sie Mitglied werden?
Es ist zu erwarten, dass es infolge von Demissionen in der nächsten Legislaturperiode Veränderungen bei der Zusammensetzung der nationalrätlichen Gesundheitskommission und der Delegation der SVP geben wird. Ich habe deshalb bereits mein Interesse angemeldet und die Aussichten, berücksichtigt zu werden, sind intakt.

Welches sind Ihre wichtigsten Ziele und wie wollen Sie diese erreichen?
Oberstes Ziel muss sein, die hervorragenden Qualitäten unseres Gesundheitswesens zu erhalten, zu sichern und dies zu einem bezahlbaren Preis. Die Krankenversicherungen nehmen dabei als Kostenträger eine ganz wichtige Funktion ein. Leider wird diese Rolle heute oft falsch eingeschätzt, weshalb die Krankenversicherer zu Unrecht ein unvorteilhaftes Image haben – das muss sich unbedingt ändern. Sie sollten endlich jene Wertschätzung erhalten, die sie aufgrund der wichtigen Aufgaben, die sie gut erfüllen, verdienen.

Nämlich?
Im Vergleich mit dem Ausland bieten unsere Krankenversicherer ihren Versicherten in aller Regel hervorragende Dienstleistungen an. Das ihnen anvertraute Prämiengeld verwalten sie professionell und im Interesse der Versicherten auch sehr wirtschaftlich. Die Krankenversicherer fungieren daher letztlich als «Interessenvertreter der vereinigten Prämienzahler ». Diese Funktion der Krankenkassen sollte sich im Bewusstsein der Versicherten festsetzen und nicht jene der egoistischen Jäger nach guten Risiken.
Eine andere wichtige Aufgabe sehe ich in der nachhaltigen Positionierung von santésuisse als führender Branchenverband in der Verbandslandschaft. Der Verband muss die vielfältigen Interessen seiner Mitglieder konsequent und mit Nachdruck verfolgen und seine Dienstleistungen zu deren Nutzen ausbauen. Ferner muss sich der Krankenkassenverband weiterhin engagiert für ein möglichst liberales Gesundheitswesen einsetzen und sich deshalb der Tendenz der stark zunehmenden Verstaatlichung entgegenstellen.

Wo sehen Sie diese Verstaatlichungstendenz konkret?
Ein aktuelles Beispiel für einen bedenklichen staatlichen Eingriff ist die Absicht des Bundes, die höchste Franchise von 2500 Franken abzuschaffen. Diese Idee ist doppelt kontraproduktiv: Erstens schränkt sie die Wahlfreiheit der Versicherten unnötig ein und zweitens bestraft sie diejenigen Versicherten, die heute durch ihr gesundheitsbewusstes Verhalten helfen, den Kostenanstieg zu dämpfen. Ein weiteres Beispiel ist das leider bereits beschlossene, monströse Aufsichtsgesetz über die Krankenkassen (KVAG). Und weitere Vorschläge wie etwa die Trennung von Grund- und Zusatzversicherung zeigen, dass der Gesundheitsminister die Verstaatlichung bzw. die Einführung der Einheitskasse durch die Hintertüre vorantreiben möchte.

Gibt es weitere Ziele, zu denen steinige Wege führen?
Grundsätzlich gilt es, eine qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung zu tragbaren Preisen sicherzustellen. Die absehbare, ungünstige Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und die unerlässliche Kosteneindämmung bereiten mir grosse Sorgen. Das formulierte Ziel festzulegen, ist zwar einfach und schnell mehrheitsfähig. Doch den richtigen Weg dahin zu finden, der für alle Partner gangbar ist, bleibt die grosse Herausforderung, übrigens nicht nur für die Krankenversicherer.

Dem Schweizer Gesundheitswesen wird im internationalen Vergleich stets Top-Qualität zugesprochen. Stimmen Sie dem zu?
Ja sicher! Das kann ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen. Zudem stellen auch internationale Institutionen immer wieder fest, dass unser Gesundheitswesen im Vergleich mit dem Ausland sehr gut abschneidet. Trotzdem muss man mit Blick auf die Schweiz anmerken: Über Qualität wird zwar viel diskutiert, doch wird sie noch zu wenig flächendeckend gemessen und transparent ausgewiesen. Schritte in die richtige Richtung macht der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ), der die Spitäler schweizweit zu Qualitätsmessungen anregt, die einen verlässlichen Vergleich – etwa der Anzahl Wundinfekte pro Spital nach Operationen – ermöglicht. Wir müssen daher noch vermehrt die Qualität der Spitäler messen, transparenter und vergleichbar machen und damit dem Patienten echte Entscheidungsgrundlagen geben. Erst dann können Patienten von der freien Spitalwahl aufgrund überprüfbarerer Kriterien Gebrauch machen.

Wo besteht besonders Handlungsbedarf?
Generell fehlen bei den ambulanten Leistungserbringern wie Physiotherapeuten, Ärzten und anderen Leistungsanbietern noch Indikatoren, mit denen man die Qualität ihrer Tätigkeit vergleichbar messen könnte. Deshalb ist etwa die Idee, Online-Bewertungsplattformen einzuführen, sicher einen Gedanken wert. Der Patient hat das Recht darauf, über die Qualität transparent informiert zu werden.

Bundesrat Berset wünscht sich ein nationales Qualitätsinstitut für Medizin: Was halten Sie von dieser Idee?
Qualität muss gemessen und in einer lesbaren Form auch veröffentlicht werden. Es soll sich für die Leistungserbringer finanziell sodann lohnen, möglichst gute Qualität zu erbringen. Ich unterstütze daher die Forderung nach Qualitätsmessungen voll und ganz, doch können bereits bestehende Institutionen wie die Stiftung für Patientensicherheit oder der ANQ diese Aufgabe bestens übernehmen. Dafür braucht es keinen weiteren und kostspieligen Ausbau der Verwaltung in Form eines neuen Qualitätsinstituts. Ein solches ist alleine noch lange kein Garant für gute Qualität. Dies auch deshalb, weil bis jetzt nicht offengelegt wurde, ob es auch Sanktionen gibt, wenn ein Leistungserbringer sich nicht an Qualitätsmassnahmen beteiligt.

Welche Themen werden Sie in den nächsten Jahren begleiten?
Zum einen wird mit Sicherheit das beschlossene KVAG ein ungeliebter, wohl aber treuer Begleiter werden. Es gilt darauf hinzuwirken, dass die Aufsicht massvoll eingeführt und aus dem Gesetz keine bürokratische Krake wird. Ein Dauerbrenner wir aber sicher auch die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen sein. Hier muss die Tendenz weg von zu viel staatlicher Fürsorge und hin zu mehr Selbstverantwortung gehen. Weiter werden in Zukunft auch die Funktionen der einzelnen Player im Gesundheitswesen kritisch zu hinterfragen sein. Ich denke dabei etwa an die Kantone, die mit ihren verschiedenen Rollen den angestrebten Wettbewerb unter den Leistungsanbietern, beispielsweise im Spitalbereich, teilweise beeinträchtigen.

santésuisse ist der führende Verband der Schweiz mit grossen und kleineren Krankenversicherern – mit den entsprechenden unterschiedlichen Interessen im Verwaltungsrat. Wie wollen Sie diese unter einen Hut bringen?
santésuisse mit seinen verschieden grossen und kleineren Mitgliedern ist wie ein Abbild der Schweiz mit kleinen und grossen Kantonen. Für beide gilt: Dort, wo gemeinsame Interessen bestehen, muss im Interesse aller ein guter Konsens gefunden werden. Bestehen divergierende Interessen, muss ein für alle tragfähiger Kompromiss gesucht und gefunden werden. Gutes Einvernehmen und zukunftsfähige Lösungen unter den Versicherern zu suchen und zu vermitteln ist Teil meines neuen Jobs. In den wichtigen Grundzügen – freiheitliches Gesundheitswesen, Qualität zu fairen Preisen, Zugang der gesamten Bevölkerung zum Gesundheitswesen, Dämpfung des Kostenanstiegs – stimmen die Mitglieder von santésuisse ja erfreulicherweise überein, was die Lösungssuche vereinfachen dürfte.

Welchen Mehrwert bringt die Krankenversicherungsbranche den Versicherten und dem gesamten Gesundheitswesen?
Die Versicherer setzen sich im Interesse der Prämienzahler dafür ein, dass keine unwirksamen, unnötigen oder zu teuren Leistungen bezahlt werden. Dafür kontrollieren sie die Rechnungen der Leistungserbringer genau – und sparen dadurch für die Versicherten eine Milliarde Franken pro Jahr ein. In Tarifverhandlungen sind die Krankenversicherer das Gegengewicht zu den Leistungserbringern und sorgen dafür, dass die Versicherten keine überhöhten Preise bezahlen müssen. Jede Versicherung ist zudem bemüht, mit gutem Service und attraktiven Modellen Versicherte zu behalten oder neue Kunden zu gewinnen. Wer schlecht arbeitet, verliert Kunden. Das ist die Folge des Wettbewerbs und in seiner Konsequenz auch zu begrüssen.

Welchen Bezug haben Sie zur Westschweiz und zum Tessin?
Mit der Romandie bin ich über zahlreiche Parlamentarier aus der Westschweiz gut verbunden. Zudem verbringe ich gelegentlich Ferien in der Westschweiz und erkunde mit dem Mountainbike diesen wunderschönen Teil der Schweiz. Im Tessin bin ich oft bei meiner Verwandtschaft anzutreffen – meine Frau ist Italienischbündnerin – oder dann bin ich in der Sonnenstube auch im Rahmen meiner Freizeitaktivitäten unterwegs.

Wie erklären Sie sich die Tatsache, dass die Krankenversicherungen in der Romandie viel negativer wahrgenommen werden als in der Deutschschweiz?
In der Deutschschweiz berichten vor allem die Medien wesentlich ausgeglichener über die Krankenversicherer als in der Romandie. Eine Auswertung zur Berichterstattung über die Einheitskassenabstimmung bestätigt dies. Sie zeigt auch: Die Romandie weist den höchsten Anteil an zustimmenden Beiträgen, die Deutschschweiz dagegen den höchsten Anteil an ablehnenden Artikeln auf. Die Darstellung in den Medien beeinflusst folglich auch die Wahrnehmung und das Image der Krankenversicherer. Weiter könnte auch die Höhe der Krankenkassen-Prämien ein Grund für diese unerfreuliche Befindlichkeit sein, wie Analysen nach der Abstimmung nahelegen Westschweizer Kantone haben nämlich tendenziell hohe Gesundheitskosten und deshalb auch hohe Prämien.

Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit curafutura?
Generell gilt, dass die neue Konkurrenz santésuisse zu noch besseren Leistungen für ihre Mitglieder anspornen muss. Diesem Wettbewerb stelle ich mich sehr gerne. Es wäre deshalb eine Illusion, wenn man schon kurzfristig nach erfolgter Trennung wieder eine Fusion der beiden Verbände erwarten würde. Es gibt aber dennoch Fragen und Anliegen, die zwingend und im Interesse der Sache sowie der Versicherten eine Kooperation der beiden Verbände erfordern. Da ist es von Vorteil, dass der Präsident von curafutura, Ignazio Cassis, ebenfalls im Nationalrat sitzt. Es besteht dadurch eine einfache Gelegenheit zu Gesprächen über anstehende Probleme und offene Fragen. Es erscheint mir wichtig, gemeinsame Interessen auch weiterhin gemeinsam zu vertreten. Ich bin immer offen für konstruktive Diskussionen und zielführende Gespräche.

Welches sind die vordringlichsten Massnahmen, um den stetigen Kostenanstieg in der Krankenversicherung zu dämpfen?
Im System liegt noch einiges ungenutztes Potenzial für eine effizientere Versorgung. Der «Kantönligeist» gehört im Bereich der Spitalplanung abgebaut und die Bedarfsplanung sollte kantonsüberschreitend an die Hand genommen werden. Weiter ist bei der Ausgestaltung der Finanzierung wichtig, die beiden Spitalbereiche ambulant und stationär einheitlich zu finanzieren. Dadurch können bestehende falsche Anreize im Spitalbereich beseitigt werden. Besonders wichtig ist aber auch die Selbstverantwortung von Versicherten und Leistungserbringern. Der Konsum von Dienstleistungen im Gesundheitswesen steigt heute in einem Ausmass, welches langfristig nicht bezahlbar und daher verkraftbar ist. Die zunehmende Alterung der Gesellschaft oder der medizinische Fortschritt als Kostentreiber lassen sich aber nicht beeinflussen. Deshalb kann jeder einzelne bei sich selbst mit Sparen und dem verantwortungsbewussten Konsum von medizinischen Dienstleistungen beginnen.

Zu welchen Ideen für das Gesundheitswesen hat Sie die Flury-Stiftung inspiriert?
Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, die Koordination aller Beteiligten zu verbessern und zwar sowohl unter den Anbietern von Leistungen wie auch bei den Leistungsbezügern. Die Versorgung sollte möglichst vernetzt und integriert sein, damit im Einzelfall kein Wissen verloren geht und keine Leerläufe und Doppelspurigkeiten entstehen. Die Richtschnur dabei muss immer sein: «So viel wie notwendig, nicht so viel wie möglich; überall gute Qualität, nirgends Luxus.» Das dämpft nicht nur Kosten, sondern trägt auch zu optimaler Qualität für den Patienten bei. Das habe ich als Präsident der Flury-Stiftung aus nächster Nähe immer wieder miterlebt.

Die «zu grosse Macht der Krankenversicherer-Lobby» ist in den Medien ein wiederkehrendes Thema. Ist sie wirklich so gross?
Es sind zahlreiche Lobbyisten aktiv im Bundeshaus, sie sind ein wichtiger Teil unseres Milizsystems, das im Übrigen sehr transparent ist. Alle Interessenbindungen der Parlamentarier sind zudem öffentlich. Ebenso die Personen, welche dank einer persönlichen Zutrittsberechtigung Zugang zur Wandelhalle und damit zu den Parlamentariern haben. Für die Parlamentarier gehört es zum Alltag, von allen Seiten mit Anliegen «beglückt» zu werden – damit muss ein Parlamentarier umgehen und leben können. Wer aber die tatsächlichen Einflussmöglichkeiten der Krankenkassen im Bundeshaus beurteilen möchte, sollte einen Blick auf die verschiedenen Interessenvertreter werfen. Ich machte das kürzlich und stellte Folgendes fest: Fünf Ständerate sind mit Krankenkassen in Verbindung, 24 Ständeräte mit Leistungserbringern (Spitäler, Berufsverbände usw.). Im Nationalrat betrug das Verhältnis sogar 10 zu 40. Die Krankenversicherer müssten also die Anzahl ihrer Lobbyisten unverzüglich erhöhen, um mit den Leistungserbringern mithalten zu können… Auch hier stimmt das Image der Krankenkassen leider nicht mit der Realität überein.

Die Linke droht regelmässig, dass die nächste Abstimmung über eine Einheitskasse in drei Jahren folge, wenn «die Kassen nicht spurten». Was halten Sie davon?
Das Votum des Stimmvolkes ist eine klare Verpflichtung an die Adresse von Bund, Krankenkassen und weiteren Akteuren. Alle stehen somit in der Pflicht, das Gesundheitswesen der Zukunft dem Resultat der Abstimmung entsprechend aus- und mitzugestalten. Dieser Wille des Volkes ist absolut zu respektieren. Das bedeutet, dass alle die weitere Ausgestaltung unseres Gesundheitssystems so an die Hand nehmen müssen, damit sich keine weitere Abstimmung über eine Einheitskasse mehr aufdrängt.

Sie befanden sich als Vorstandsmitglied und späterer Präsident der Flury-Stiftung zwanzig Jahre lang nahe am Puls von Leistungserbringern und Patienten. Hätten Sie dafür einen Wunsch zugute, welcher wäre es?
Ich wünschte mir, dass man den Gesundheitseinrichtungen und den Menschen, die dort sehr wertvolle Arbeit verrichten, mehr Sorge trägt und vor allem mehr Respekt entgegenbringt. In unseren Spitälern, von unseren Ärzten in Praxen oder in verschiedensten Funktionen und von zahlreichen anderen Leistungserbringern wird täglich grosses Engagement erbracht und sehr gute Arbeit geleistet, die vielfach zu wenig geschätzt und einfach als Selbstverständlichkeit konsumiert wird.

Welches ist Ihr persönliches Rezept, um gesund zu bleiben?
Sport! Insbesondere Mountainbiken im Sommer und Langlauf (Skating) im Winter. Dazu kommt ausgewogene Ernährung und massvoller Alkoholkonsum. Im Alltag benutze ich das Auto so selten wie möglich und bewege mich zu Fuss. Ebenso gehört Treppensteigen statt Liftfahren zu meinen Angewohnheiten.

Vorbildlich!
Nicht ganz. Bei Süssigkeiten verlassen mich leider ab und zu die guten Vorsätze allzu schnell und ohne Widerstand meinerseits.

INTERVIEW: SILVIA SCHÜTZ

 

Contatto

Documenti

Ulteriori informazioni

Heinz Brand
Im Dezember 2014 wurde Heinz Brand an der ausserordentlichen Generalversammlung einstimmig zum Verwaltungsratspräsident von santésuisse gewählt. Seit dem 1. Januar 2015 ist er im Amt. Heinz Brand ist seit dem 5. Dezember 2011 Nationalrat und hat dort Einsitz in der Staatspolitischen Kommission, der Kommission für Rechtsfragen und der Immunitätskommission, welche er bereits als Parlamentsneuling präsidierte. Seit Januar 2012 ist Brand zudem Präsident der SVP Graubünden. Zuvor war er zwanzig Jahre im Vorstand der Flury-Stiftung, davon zwölf Jahre als Präsident. Die Stiftung ist der regionale Gesundheitsversorger des Prättigaus, die das Spital Schiers, Altersheime, die Spitex Prättigau und weitere Einrichtungen vereint. Ihre Kernkompetenz ist die umfassende Gesundheitsversorgung. Von 1987 bis 2010 leitete der 59-jährige Jurist das kantonale Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht und arbeitete in mehreren eidgenössischen Expertenkommissionen. Ausserdem war er zwölf Jahre Gemeinderat von Klosters. Brand ist mit einer selbstständig tätigen Apothekerin verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Klosters. Wenn er keinen Sport treibt, verbringt er seine Freizeit mit Kochen oder Museumsbesuchen.