Ungeplante Wiedereintritte als Qualitätsindikator

infosantésuisse-Artikel


01.06.2018

Rehospitalisationsraten in Akutspitälern

Ungeplante Wiedereintritte als Qualitätsindikator

Der nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) hat erstmals die Rehospitalisationsraten pro Spital veröffentlicht. Dabei kommen 18 von 146 Spitälern auf einen Wert, der signifikant über der Norm liegt.

Ein erneuter, vermeidbarer Spitalaufenthalt belastet die betroffenen Patienten und verursacht hoheKosten.Als potenziell vermeidbar gilt eine Rehospitalisierung, wenn sie beim letzten Spitalaustritt nicht vorhersehbar ist, innert 30 Tagen nach der Entlassung erfolgt und durch mindestens eine bei Austritt bekannte Krankheit verursacht wurde. Die Rate der ungeplanten Wiedereintritte gehört denn auch zu den wichtigsten Qualitätsindikatoren eines Spitals und wird vom Verein ANQ seit einigen Jahren regelmässig erhoben. Dass die Auswertungen nun erstmals detailliert offengelegt werden, ist als Zeichen der Transparenz zu werten. An derANQ-Messung haben sich 146Akutspitäler beteiligt, verteilt auf 198 Standorte. Dies entspricht 99 Prozent aller Spitalaufenthalte. Dabei wurden in 18 Häusern aussergewöhnlich hohe Rehospitalisationsraten festgestellt. Der Mehrjahresvergleich über alle Spitäler hinweg zeigt Werte, die auf eine leichte Verbesserung hinweisen. (SST)

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