10.10.2018
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand in der neuen Zürcher Zeitung vom 10. Oktober 2018

Gemäss Gesundheitsobservatorium könnten sich die Pflegeausgaben bis 2030 annähernd verdoppeln, von heute insgesamt rund 12 Milliarden auf rund 20 Milliarden Franken. Dass regelmässig über die künftige Pflegefinanzierung debattiert wird, ist deshalb verständlich. Ein Blick zurück lohnt sich aber trotzdem.


03.10.2018
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand in der Südostschweiz vom 3. Oktober 2018

Vergangene Woche hat Bundespräsident Berset der Öffentlichkeit einmal mehr die Höhe des neuerlichen Anstiegs der Krankenkassenprämien verkündet. Bedingt durch einen Wechsel bei der Berechnung des relevanten Anstiegs und einem leichten Rückgang bei den Krankheitskosten steigen die Prämien einmal etwas weniger stark als in den Vorjahren. Aber sie steigen weiter an, in Graubünden um durchschnittlich 3,4 Prozent.


15.08.2018
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand in der Südostschweiz vom 15. August 2018

Skeptiker behaupten, in Bundesbern gehe nichts vorwärts – und schon gar nicht in die richtige Richtung. Vor Kurzem hatten sie für einmal Unrecht. Bundesbern hat sich tatsächlich bewegt – und erst noch in die richtige Richtung! Das erfreuliche Ereignis war Folgendes: Nach dem Nationalrat hat im zweiten Anlauf auch die zuständige Kommission des Ständerats entschieden, auf eine Vorlage einzutreten, welche die Qualität und Effizienz unserer Gesundheitsversorgung stärken wird.


23.05.2018
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand im Bündner Tagblatt vom 23. Mai 2018

Auf Vorschlag einer externen Expertengruppe will sich der Bundesrat überlegen, die Rechnungskontrolle der Krankenversicherer künftig in Bundesbern zu zentralisieren. Ein solcher Bundesmoloch käme einem Sicherheits- und Klumpenrisiko gleich, ohne irgendwelche Gewähr dafür, dass effizienter gearbeitet würde als in der Privatwirtschaft, die miteinander im Wettbewerb steht.


18.05.2018
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand in den Freiburger Nachrichten vom 18. Mai 2018

Besser rechtzeitig pragmatische Lösungen suchen als die Falschen beschuldigen. Das «Freiburger Modell» wurde weder von santésuisse noch von den Krankenversicherern vernichtet - sondern muss der politisch breit abgestützten Verfeinerung des Risikoausgleichs nun in allen Kantonen umgesetzt werden. Die Krankenversicherer bleiben weiterhin offen für eine pragmatische Lösung, die Einsparungen ermöglicht und auch gesetzeskonform ist.


08.12.2017
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand in der Südostschweiz vom 6. Dezember 2017

Ein Boykott der Bezahlung der Krankenkassenprämien - wie kürzlich an einer Demonstration in Genf gefordert - wäre ein Zeichen gegen die von der Bevölkerung selbst und reichlich in Anspruch genommenen Gesundheitsleistungen und damit ein Bumerang. Aufrufe, die Bezahlung der Prämien zu boykottieren, sind kurzsichtig und unsolidarisch.


10.10.2017
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand in der NZZ vom 12. September 2017

Der Widerwille des EDI bei der Ausarbeitung der Ärztezulassung erinnert an dessen Entscheide zu den Rabattkürzungen bei den Wahlfranchisen oder dessen Vorschläge zur Neueinteilung der Prämienregionen. Auch hier wurde das Parteikalkül offenbar höher gewichtet als die Meinung des Parlaments, die Resultate der Vernehmlassungen und der tatsächliche Handlungsbedarf.


30.09.2017
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand im Tages Anzeiger vom 30. September 2017

Es sind die Spitalambulatorien, bei denen die Zulassungssteuerung nicht greift. Zum einen werden die Ärzte in einem Spital angestellt und nicht in einer ambulanten oder stationären Abteilung. Zum anderen zeigten die Kantone bisher keinerlei Interesse, «ihre» Spitäler an der wirtschaftlichen Entfaltung zu hindern – eine unwirtschaftliche Entfaltung zulasten der Prämienzahler allerdings, weil sie sämtliche Folgekosten berappen müssen.


12.07.2017
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand: Manche Interessen sind gleicher …

Die beiden Herren Staatsräte Maillard (Waadt) und Poggia (Genf) haben es sich auf die Fahne geschrieben, Schweizerinnen und Schweizer mit einer Volksinitiative darüber «aufzuklären», welches «gute» und welches «schlechte Interessen» im Bundesparlament sind. Die «guten Interessen», wären ihrer Lesart zufolge etwa Mandate bei Spitälern, Pharma, Ärzten, Pflegeinstitutionen etc. Also überall dort, wo man sich ungehemmt einen möglichst grossen Anteil am finanziellen Kuchen der Krankenversicherung abschneiden möchte. Als «schlecht» werden die Interessen der Krankenversicherer abgestempelt, wo es ums Haus- und Masshalten mit den Prämiengeldern der Bevölkerung geht.


14.06.2017
Standpunkt

Direktorin Verena Nold in der SRF-Sendung "Heute Morgen" vom 14. Juni 2017

Listen, die den Spitälern vorschreiben, was sie ohne Übernachtung anbieten müssen, Listen wie sie Luzern heute präsentiert, sind der falsche Weg. Denn dabei geht es um Geld anstatt um Medizin. […] Für ambulante Behandlungen ohne Übernachtung bezahlen Kantone nämlich nichts, die Prämienzahler dafür umso mehr.


17.05.2017
Standpunkt

Standpunkt von Heinz Brand in der BAZ: Die nutzlose Zwängerei der ewigen Verlierer

Die Herren Mauro Poggia und Pierre-Yves Maillard wollen für die Verstaatlichung der Krankenversicherung und einen Maulkorb für die Krankenversicherer sorgen. Schweizweiter Wettbewerb und Innovation sehen anders aus. Die politische Zwängerei soll offensichtlich verschleiern, dass sie beiden Gesundheitsdirektoren ihre eigenen Hausaufgaben nicht gemacht haben: Seit Jahren stehen Genf und Waadt mit höchsten Gesundheitskosten deutlich schlechter da als andere Kantone.


17.05.2017
Standpunkt

Direktorin Verena Nold in der Aargauer Zeitung vom 19. April 2017

Die Machtkonzentrationen und Interessenkonflikte von Kantonen wie Genf und Waadt sind ein Teil der Misere und nicht die Lösung. Eine Zunahme der kantonalen Kompetenzen brächte noch mehr Probleme mit sich. Die Versorgungsplanung durch die Kantone hätte schweizweit betrachtet eine Überversorgung auf Kosten der Versicherten zur Folge.