Informationen und Hilfestellung betreffend unseriösen Vermittlern

Liebe Versicherte

Grundsätzlich sind Krankenkassenberater sehr hilfreich. Allerdings nur, wenn sie seriös vorgehen. Wir erhalten tagtäglich Meldungen, dass wieder vermehrt Telefonwerbung betrieben wird, leider oft auf eine unhöfliche, respektlose, aufdringliche und sogar aggressive Art und Weise. Das tut uns leid, wir verstehen Ihren Missmut sehr gut.

Gerne geben wir Ihnen nachstehend einige Informationen und Hilfestellungen zu diesem Thema, wir bitten Sie jedoch um Verständnis, dass wir keine persönlichen Antworten verschicken.

  • Oft geben die Anrufer vor, im Namen von irgendwelchen Phantasieorganisationen wie z. B. „Audit Santé“ oder sogar im Auftrag von santésuisse zu arbeiten, was selbstverständlich nicht der Wahrheit entspricht.
  • santésuisse beauftragt keine Vermittler und verkauft keine Versicherungspolicen
  • santésuisse ist nicht im Besitz von Ihren persönlichen Daten, diese sind ausschliesslich bei Ihrer Krankenkasse.
  • Oft werden diese Anrufe aus einem Call-Center im Ausland getätigt, auf Ihrer Telefonanzeige sehen Sie jedoch eine Schweizer Telefonnummer. Sinn und Zweck dieser Call-Center ist es, Sie mit Themen wie
  • Prämienrabatt /-verbilligung für „bestimmte Kunden“
  • Bonus aufgrund von einer speziellen Altersgruppe
  • Rückzahlungen auf letzte Jahresprämie etc.
  • Umfrage, bzw. Statistik

zu ködern, damit ein Besuchstermin bei Ihnen vereinbart werden kann. Dies sollten Sie unbedingt vermeiden.

Gemeinsames Vorgehen der Branchenverbände santésuisse und curafutura gegen unwillkommene Vermittlertätigkeiten

Am 24. Januar 2020 haben die Verbände curafutura und santésuisse die  Branchenvereinbarung Vermittler unterzeichnet. Darin werden die Qualität der Beratung und die Entschädigung an die Vermittler in der Kundenwerbung verbindlich geregelt. Der Branchenvereinbarung sind 54 Krankenversicherer beigetreten. Die Branchenvereinbarung hält auch ein Verbot der Kaltakquise fest. Im Oktober 2020 wurde von den Verbänden in Umsetzung der Branchenvereinbarung eine Sanktions- und Verfahrensordnung unterzeichnet. Diese regelt das Vorgehen bei Verstössen gegen die Branchenvereinbarung. Insbesondere sieht sie die Schaffung einer Aufsichtskommission vor, die für die Beurteilung von Anzeigen verantwortlich ist, sowie den anschliessenden Rechtsweg ans Schiedsgericht.  

Sowohl die Branchenvereinbarung wie auch die Sanktions- und Verfahrensordnung sind am 1. Januar 2021 in Kraft getreten und die Aufsichtskommission hat ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Weitere Informationen zur Aufsichtskommission finden Sie unter https://fair-mittler.ch. Anzeigen können via die Telefonnummer 0800 00 02 82 oder per E-Mail an info@fair-mittler.ch adressiert werden.

Öffnen Sie dazu auch unser Communiqué vom 22.03.2021

 

Was können Sie gegen lästige Anrufe tun?

  • Sterneintrag im Telefonverzeichnis vornehmen
  • Ab 1. Juli 2021 müssen alle Telekom-Anbieter ihren Kunden einen Werbeanruf-Filter anbieten, der unerwünschte Anrufe blockiert:Ähnlich wie bei einem E-Mail-Spam-Filter werden Anrufe, bei denen es sich vermutlich um illegale Werbeanrufe handelt, nicht mehr durchgestellt. Swisscom bietet bereits heute einen solchen Werbeanruf-Filter für das Festnetz und Mobilfunk-Abos  an, bei Sunrise ist der Filter für alle Kunden automatisch eingeschaltet. Ab 1. Juli 2021 werden alle Telekom-Kunden von der Blockierung von Werbeanrufen profitieren, auch solche, die heute noch nicht geschützt sind, wie zum Beispiel die Kunden von Salt, UPC oder die Prepaid-Kunden von Swisscom. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
  • Seit 1. Januar 2021 gilt ausserdem:
    • Bisher machten sich Callcenter nur strafbar, wenn sie Telefonnummern mit Sterneintrag mit Werbeanrufen belästigten. Neu wird dieser Schutz auch auf Inhaber von Telefonnummern ausgedehnt, die keinen Eintrag im Telefonbuch haben (zum Beispiel Handy-Nummern).
    • Auch Profiteure von illegalen Werbeanrufen können belangt werden: Neu werden nicht nur Callcenter, die den Sterneintrag missachten, bestraft, sondern auch Unternehmen, die von solchen Anrufen profitieren, zum Beispiel Krankenkassen und Versicherungen.
  • Grundsätzlich gilt: zeigen Sie sich am Telefon sehr skeptisch, stellen Sie einige präzise Fragen, zum Beispiel:
  1. Woher haben Sie meine Telefonnummer?
  2. Falls Ihre Nummer ein Sterneintrag im Telefonverzeichnis hat: Warum rufen Sie mich an, trotz Sterneintrag?  Hier gelangen Sie direkt zum Beschwerdeformular beim SECO
  3. Wie ist Ihr genauer Name und wie schreiben Sie diesen?
  4. Für welche Firma arbeiten Sie, können Sie mir den Namen buchstabieren?
  5. Auf welche direkte Nummer kann ich Sie zurückrufen, ich will mir das notieren und Sie dann gleich mal anrufen.
22.03.2021
Communiqué

Aufsichtskommission überwacht die Einhaltung der neuen Branchenvereinbarung der Krankenversicherer

Mit der «Branchenvereinbarung Vermittler» sollen unerwünschte Telefonanrufe eingedämmt und die Qualität der Beratung erhöht werden. Die für die Einhaltung der Vereinbarung zuständige Auf-sichtskommission hat sich konstituiert. Die neu gebildete Kommission verfügt dank anerkannten Persönlichkeiten mit hoher Fachkompetenz über das nötige Durchsetzungsvermögen, um die kor-rekte Umsetzung der Vereinbarung sicherzustellen. Die Aufsichtskommission kann Sanktionen von bis zu 100'000 Franken in der Grundversicherung beziehungsweise bis zu 500'000 Franken in den Zusatzversicherungen aussprechen.


24.01.2020
Communiqué

Neue umfassende Branchenvereinbarung

Wiederholte Telefonanrufe und Beratungen von Vermittlern mit teilweise zweifelhafter Qualität waren für die Schweizer Bevölkerung in der Vergangenheit ein Ärgernis. Mit der neuen freiwilligen Branchenvereinbarung haben die Krankenversicherer umfassende und verbindliche Standards für Vermittler festgelegt. Umfassend bedeutet erstens, dass alle Vermittler hohe Qualitätsanforderungen erfüllen müssen. Damit wird die Qualität der Beratungen verbessert und die Zahl unwillkommener Telefonanrufe eingedämmt. Zweitens werden die Provisionen neu sowohl für Abschlüsse in der Grund- als auch für die Zusatzversicherung begrenzt. Wir freuen uns sehr, dass es der Branche gelungen ist, selber eine Regelung zu finden und im Sinne der Bevölkerung ein virulentes Problem zu entschärfen respektive zu lösen.


24.01.2020
Veranstaltung

Unterzeichnung der Branchenvereinbarung "Vermittler" von santésuisse und curafutura

Freitag, 24.01.2020, 15.00 Uhr, Hotel Schweizerhof, Bern


20.06.2019
Communiqué

Ein Entscheid für die Prämienzahler und gegen Telefonterror

santésuisse ist erfreut über den Entscheid des Ständerates, auch im Bereich der Zusatzversicherungen verbindliche Vergütungsobergrenzen für Vermittler vorzusehen. Damit werden die Umgehung der Provisionsobergrenzen in der Grundversicherung sowie der «Telefonterror» wilder Makler und Vermittler wirksam eingedämmt – zum Vorteil der Prämienzahlerinnen und -zahler.


16.04.2019
Communiqué

Ein Entscheid für die Prämienzahler und gegen Telefonterror

santésuisse ist erfreut über den Entscheid der ständerätlichen Gesundheitskommission, auch im Bereich der Zusatzversicherungen verbindliche Vergütungsobergrenzen für Vermittler vorzusehen. Damit wird die Umgehung der Provisionsobergrenzen in der Grundversicherung und der «Telefonterror» wilder Makler und Vermittler wirksam eingedämmt – zum Vorteil der Prämienzahlerinnen und -zahler.


14.03.2019
Communiqué

Der Nationalrat geht gegen unerwünschte Telefonanrufe vor - nun ist auch der Ständerat gefordert

santésuisse und seine angeschlossenen Krankenversicherer begrüssen den Entscheid des Nationalrates, die Kundenwerbung und Provisionierung in der gesamten Kranken-versicherung allgemeinverbindlich zu regeln. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um den «Telefonterror» aus dem In- und Ausland einzudämmen. Nun ist der Ständerat gefor-dert, ebenfalls im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu entscheiden.


15.02.2019
Communiqué

Wirksamere Massnahmen gegen unerwünschte Telefonanrufe sind zu begrüssen

santésuisse und seine angeschlossenen Krankenversicherer begrüssen den Entscheid der nationalrätlichen Gesundheitskommission (SGK-NR), die Kundenwerbung und Provisionierung in der gesamten Krankenversicherung allgemeinverbindlich zu regeln. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um den «Telefonterror» aus dem In- und Ausland einzudämmen. Zu diesem Zweck haben die Versicherer hohe Bussen vorgeschlagen.


09.04.2018
infosantésuisse-Artikel

Branchenleader setzen auf Provisionsbegrenzung

Ab 2019 sollen die Vermittlerprovisionen in der Grund- wie in der Zusatzversicherung begrenzt werden. Auf dieses Vorgehen einigten sich die sieben grössten Schweizer Krankenversicherer und wollen damit unverhältnismässig hohen Beraterprovisionen den Riegel schieben.


01.02.2017
infosantésuisse-Artikel

Aggressive Call Center bleiben Hauptärgernis

Seit einem Jahr ist die santésuisse-Branchenvereinbarung zur Kundenwerbung in Kraft. Sie verpflichtet die Krankenversicherer, Qualitätsanforderungen in der Kundenwerbung durch Vermittler, Makler und Call Center einzuhalten. Hauptkritikpunkt der bei santésuisse eingegangenen Beschwerden bleiben unerwünschte Telefonanrufe.


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