24.11.2021
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Einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Gesundheitsleistungen (EFAS)

Die EFAS-Reform bezweckt die Neuorganisation der unterschiedlichen Finanzierungsströme im ambulanten und stationären Bereich. Dadurch entschärft EFAS den Fehlanreiz, dass diese Bereiche derzeit unterschiedlich subventioniert werden. Damit könnte EFAS der zunehmenden Mehrbelastung der Prämienzahlenden durch das Credo «ambulant vor stationär» entgegenwirken und die Attraktivität von Modellen der integrierten Versorgung steigern. santésuisse unterstützt die Reform, wenn die Rechnung für die Prämienzahlenden aufgeht und die möglichen Vorteile tatsächlich realisiert werden können. Das Projekt der einheitlichen Finanzierung kann allerdings kein Ersatz für permanente Anstrengungen zur Eindämmung der Kostensteigerung und Effizienz- und Qualitätssteigerung in allen Bereichen des Gesundheitswesens sein.


22.11.2021
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Branchenvereinbarung Vermittlertätigkeit: Seriöse Beratungen zugunsten der Versicherten

Per 1. Januar 2021 trat die neue Branchenvereinbarung von santésuisse und curafutura in Kraft. Ziel der Vereinbarung ist, die Qualität der Beratung und die Entschädigung an die Vermittler in der Kundenwerbung zu regeln sowie die einzelnen Bestimmungen für allgemeinverbindlich zu erklären. Aktuell ist dazu eine Gesetzesvorlage in Diskussion, die eine Allgemeinverbindlichkeit vorsieht und die meisten Punkte der Branchenvereinbarung aufnimmt. Allerdings geht die Vorlage in gewissen Punkten unnötigerweise weiter, als dass es die Branchenvereinbarung verlangt.


18.11.2021
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Kostenbremse-Initiative: Tarifpartnerschaftliche Kostensteuerung statt globales Kostenziel

santésuisse unterstützt Massnahmen, die im Interesse der Prämienzahler und Prämienzahlerinnen sind, die Behandlungsqualität erhöhen und geeignet sind, das Kostenwachstum im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen. Daher unterstützt santésuisse jegliche Bestrebungen, das Kostenwachstum im Gesundheitswesen mit kostendämpfenden Massnahmen zu bremsen. Generell kann ein Kostenziel Druck auf die Leistungserbringer ausüben. Allerdings ist die Frage der Umsetzung einer generellen Zielvorgabe gemäss der Initiative in der Praxis nicht gelöst. Eine Kostensteuerung durch die Tarifpartner im Sinne eines Bottom-up-Ansatzes ist daher unumgänglich und einem Kostenziel im Sinne eines top-down-Ansatzes klar vorzuziehen. Rationierungen und Qualitätseinbussen sind unbedingt zu vermeiden.


29.10.2021
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Prämienentlastungsinitiative: Kostenwachstum dämpfen statt Symptombekämpfung

Die Volksinitiative «Maximal 10 Prozent des Einkommens für Krankenkassenprämien» der SP (Prämienentlastungs-Initiative) verlangt eine Prämienentlastung für die Versicherten. Die Versicherten sollen nicht mehr als 10 Prozent ihres verfügbaren Einkommens dafür aufwenden müssen. Dies soll mittels höherer individueller Prämienverbilligungen (IPV) erreicht werden. Der Bundesrat lehnt die Initiative ab und stellt der Initiative einen indirekten Gegenvorschlag gegenüber. Die Kantone sollen dabei stärker ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen, was für santésuisse nachvollziehbar ist. Beide Vorlagen lösen aber das Problem der steigenden Gesundheitskosten nicht. Der Fokus muss daher vielmehr auf den kostendämpfenden Massnahmen liegen.


27.10.2021
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Modernisierung des ambulanten Tarifwesens: Gleiche Leistung wird immer gleich vergütet

Der ambulante Ärztetarif TARMED trat 2004 in Kraft. Aufgrund technologischer Entwicklungen und grundsätzlicher Mängel drängt sich seit einigen Jahren eine Modernisierung des Einzelleistungstarifs auf. santésuisse setzt sich für eine Abgeltung von ambulanten Leistungen mittels Pauschaltarifen ein, wie dies im stationären Bereich seit vielen Jahren erfolgreich der Fall ist. Mit dem Parlaments-Entscheid werden die Pauschaltarife als tragender Arzttarif im ambulanten Bereich endlich heraufgestuft. Nicht pauschalierbare Leistungen sollen weiterhin mit einem Einzelleistungs- oder Zeittarif verrechnet werden können.


01.10.2021
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Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben

Versicherer, Bevölkerung und Dienstleister sollen das brach liegende Potenzial, das die Digitalisierung bietet, endlich nutzen können. Denn die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern wenig fortgeschritten und hat ein grosses Optimierungspotential.


01.10.2021
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Medikamente: Tiefere Medikamentenpreise sind längst fällig

Patientinnen und Patienten bezahlen für Generika jedes Jahr mehrere hundert Millionen Franken zu viel für Generika. Seit Jahren streitet die nationale Politik darüber, wie die überhöhten Medikamentenpreise in der Schweiz gesenkt werden können. Mit dem Kostendämpfungspaket 1 des Bundesrates hat das Parlament erneut die Chance, tiefere Generikapreise einzuführen. Zentral aus Sicht von santésuisse ist dabei die Einführung des Referenzpreissystems für patentabgelaufene Arzneimittel.


01.10.2021
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Kostendämpfungspaket 1: Ergänzende Massnahmen sind nötig

santésuisse unterstützt Massnahmen, die im Interesse der Prämienzahler sind, die Behandlungsqualität erhöhen und das Kostenwachstum bremsen. In diesem Sinne unterstützt santésuisse insbesondere die Einführung eines Referenzpreissystems bei den patentabgelaufenen Arzneimitteln oder die Kostensteuerung durch die Tarifpartner. Weitere Massnahmen sind aber notwendig, um das Ziel der Kostendämpfung erreichen zu können.