santésuisse-Lehrgang wird aufgewertet

Die Abschlüsse der eidgenössischen Berufs- und Fachprüfungen waren in den vergangenen Jahren eher zu wenig beachtet. Die Änderung des ­Berufsbildungsgesetzes dürfte Diplomen wie der «Fachperson Kranken­versicherung mit eidg. Fachausweis» nun neuen Schwung verleihen.

infosantésuisse-Artikel
17.06.2026

Im vergangenen Herbst hat das Parlament eine wichtige bildungspolitische Weichenstellung vorgenommen. Geht es nach dem Willen der eidgenössischen Räte, werden Absolventinnen und Absolventen von Lehrgängen der Höheren Berufsbildung (HBB) schon bald geschützte englische Titel tragen.

Höheres Berufsprestige

Mit dem «Professional Bachelor» und dem «Professional Master» soll die HBB gestärkt und die Anerkennung der Abschlüsse auf nationaler und internationaler Ebene sichtbarer gemacht werden. «Diese Titelzusätze bringen klar eine Besserstellung des Berufsprestiges der Absolventen von Höheren Fachschulen und von Höheren Fachprüfungen im Arbeitsmarkt und in der Öffentlichkeit», betont der Ex-Nationalrat und unermüdliche Kämpfer für die Höhere Berufsbildung, Rudolf Strahm.
Von dieser neuen Regelung profitieren künftig auch die Absolventinnen und Absolventen der von santésuisse durchgeführten Berufsprüfung zur «Fachperson Krankenversicherung mit eidg. Fachausweis». Der santésuisse-Lehrgang vermittelt fundiertes Fachwissen mit Fokus in der Krankenversicherung sowie in der Privatversicherungs- und Sozialversicherungsmaterie. Die Teilnehmenden setzen sich mit anspruchsvollen Leistungsfällen auseinander. Sie erlangen vertiefte Kenntnisse über sämtliche Krankenversicherungsprozesse und setzen sich auch intensiv mit weiteren Sozialversicherungen auseinander.

Bildungspolitisches Signal

Auch wenn diese Ausbildung auf den Schweizer Gesundheitsmarkt fokussiert ist, begrüsst Norbert Gemperle, Leiter Höhere Berufsbildung bei ­santésuisse, den Entscheid. «Die Einführung geschützter englischer Titel ist ein wichtiges bildungspolitisches Signal und ein notwendiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Absolventinnen und Absolventen zu sichern.»
Die englischsprachigen Titel können nicht zuletzt auch die Vermarktung der Abschlüsse vereinfachen. Die bekannten englischen Titel Bachelor und Master haben das Potenzial, im zunehmend akademisierten Gesundheitswesen die Wiedererkennung und die Attraktivität zu erhöhen. Rudolf Strahm ist überzeugt, dass die Abschlüsse der Höheren Berufsbildung aufgrund der englischen Zusätze in Zukunft auch in der HR-Szene und bei Personalvermittlern mehr beachtet werden. «Heute begehrt der Arbeitsmarkt Fachkräfte mit einer Berufslehre und anschliessenden höheren Weiterbildung mehr als Uni-Absolventen.» 
 


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